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Flughafen-Chaos: Airline bucht Baby alleine auf anderen Flug als die Eltern

Qantas Airways hat ein 13 Monate altes Baby auf einen anderen Flug gebucht als die eigenen Eltern. Das Paar berichtet von seiner Odyssee.

Familie Graham und ihr 13 Monate altes Baby. - Copyright: Andrew and Stephanie Braham/James D. Morgan via Getty Images
Familie Graham und ihr 13 Monate altes Baby. - Copyright: Andrew and Stephanie Braham/James D. Morgan via Getty Images

Der australische Airline Qantas Airways passierte im Urlaubs-Chaos ein richtig großes Missgeschick. Eigentlich hatten Stephanie und Andrew Braham während ihrer vierwöchigen Reise durch Europa eine tolle Zeit, erzählen sie "Business Insider". Zumindest, bis sie am internationalen Flughafen Rom-Fiumicino (FCO) in Italien angekommen sind.

Der Flug, den Stephanie Braham nach eigenen Angaben neun Monate im Voraus gebucht hatte, sollte sie von Rom nach Amsterdam und von dort nach Bangkok in Thailand bringen, wo die Familie übernachten und am nächsten Tag nach Australien zurückkehren wollte.

Das Paar sagt, dass die Fluggesellschaft KLM, die mit Qantas zusammenarbeitet, ihnen am Check-in-Schalter mitgeteilt hat, dass ihr Baby nicht Teil der Buchung für den Flug von Amsterdam nach Bangkok sei.

"Unser Baby war auf einem anderen Flug, der 40 Minuten nach unserem abfliegen sollte", sagte Stephanie Braham. Die Flugdaten des Paares liegen "Business Insider" vor. "Wir hatten ursprünglich Flüge über Qantas mit British Airways gebucht. Ein paar Monate später wurde mir mitgeteilt, dass es ein Problem mit einem der Anschlussflüge gab. Qantas hat uns telefonisch auf diese KLM-Flüge umgebucht, daher denke ich, dass der Fehler dort entstanden ist", erzählte Stephanie Braham.

Mehr als 20 Stunden am Telefon

Obwohl ihre Tochter während des Fluges auf ihrem Schoß gesessen hätte, hat KLM ihnen mitgeteilt, sie könnten das Baby nicht mitnehmen, da der Flug voll sei. Nachdem die Familie 90 Minuten lang mit KLM über die Angelegenheit diskutiert hatte, ist der Flieger ohne sie geflogen.

Die beiden sagen, sie hätten am Flughafen mit Qantas gesprochen, aber das Unternehmen habe ihnen gesagt, dass der Fehler nicht die Schuld der Fluggesellschaft sei. Stephanie und Andrew sagen, nach sechs Stunden am Flughafen Rom seien sie zu einem nahe gelegenen Hotel gefahren, wo sie ein Zimmer gebucht und sofort den Kundendienst von Qantas kontaktiert hätten.

Nach eigenen Angaben haben die beiden die ganze Nacht versucht, mit der Airline zu telefonieren, um ihren Rückflug umzubuchen. Sie sagten, es sei ein Albtraum gewesen, den Kundendienst zu erreichen, weil die Telefonleitung unterbrochen wurde und sie immer wieder anrufen und die ganze Situation neu erklären mussten. Insgesamt, so das Paar zu Business Insider, hätten sie 55 Mal bei Qantas angerufen und 20 Stunden, 47 Minuten und 13 Sekunden damit verbracht, mit Kundenbetreuern zu sprechen.

"Wussten nicht, ob wir jemals nach Hause kommen würden!"

Am nächsten Morgen teilte Qantas den Eltern mit, dass man für den Nachmittag einen Flug gebucht hätte. Aber die Familie sagt, dass sie am Flughafen herausfand, dass Qantas die Flugtickets der Familie nicht ordnungsgemäß ausgestellt hatte.

Das Ehepaar sagt, dass sie bei Qantas nicht weiterkamen und in ihrer Verzweiflung alle Airlines am Flughafen baten, ihnen einen Rückflug nach Australien zu besorgen. Aber alle Flugzeuge waren voll. "Das war so stressig, weil wir nicht wussten, ob wir jemals nach Hause kommen würden", sagt Stephanie Braham.

Schließlich rief ein Qantas-Mitarbeiter an und teilte ihnen mit, dass sie auf den nächsten verfügbaren Flug nach Hause am 26. Juli gebucht worden seien. Insgesamt also satte zwölf Tage nach dem ursprünglich geplanten Abflug.

Qantas verspricht, Kosten für Hotel zu erstatten

Auf den Sachverhalt angesprochen, entschuldigte sich Qantas in einer Erklärung gegenüber "Business Insider" bei der Familie und erklärte, "dass es sich um einen Verwaltungsfehler" gehandelt habe und die Fluggesellschaft die Kosten für die Unterkunft erstatten werde.

Die Airline KLM wiederum reagierte nicht sofort auf die Bitte von "Business Insider" nach einer Stellungnahme zu den Geschehnissen von Stephanie und Andrew Braham. Stephanie Braham sagt uns, dass Qantas sie am Donnerstag kontaktierte und ihnen mitteilte, dass sie ihnen umgerechnet rund 136 Euro pro Nacht zahlen würde.

Das Paar schätzt, dass es umgerechnet rund 10.000 Euro aus eigener Tasche ausgeben musste, weil es zusätzlich Unterkunft, Essen, Reisen und Unterhaltung bezahlen musste. Dazu kommt das Einkommen, das es in der Zeit verloren hat, weil sie nicht arbeiten konnte.

Dieser Artikel wurde von Christian Mayer aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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