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René Benkos Imperium zerfällt: Jetzt wurde die bedeutende Signa-Tochter "Laya" verkauft

München, 11.5.2022 / Thema: SZenario Oberpolinger: Grand Opening der neu designten Fashion Floors Rene Benko - Copyright: picture alliance / SZ Photo | Robert Haas
München, 11.5.2022 / Thema: SZenario Oberpolinger: Grand Opening der neu designten Fashion Floors Rene Benko - Copyright: picture alliance / SZ Photo | Robert Haas

Das Firmen-Imperium von René Benko wird Stück für Stück aufgeteilt. Jetzt hat Serviceplan, die größte inhabergeführte Kommunikationsgruppe Europas, den Kauf der ehemaligen Signa-Tochter "Laya Group" abgeschlossen, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Die Laya Group hat 120 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von rund 27 Millionen. Bis zuletzt war sie Teil der Signa Gruppe des österreichischen Investors René Benko, doch dieser musste im März Insolvenz anmelden.

Laya verdient sein Geld mit Kundendaten spezialisiert und im Retail Media aktiv. Retail Media – das Schalten von Anzeigen direkt in Onlineshops – gilt als der zukunftsträchtigste Bereich im Werbemarkt, da die Kunden schon in Kauflaune sind, wenn sie die Onlineshops besuchen.

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"Es ist das strategisch bedeutendste Investment, weil wir uns eine große Datenexpertise einkaufen, damit Unternehmen ihre Zielgruppen viel präziser erreichen können", sagt Serviceplan-Chef Florian Haller dem Handelsblatt. In den Kauf der ehemaligen Benko-Firma investiere man "in mehrstelliger Millionenhöhe".

Retail-Media Hype

"Retail Media ist ein Hype, aber einer, der nicht wieder verschwinden wird", erklärt Adrien Nussenbaum, Gründer von Mirakl. Sein Unternehmen hilft Händler wie Douglas, Fressnapf oder Media Markt dabei, Kundendaten genau zu analysieren. Es sei ein Win-Win-Geschäft. "Hersteller können ihr Marketingbudget sehr viel zielgerichteter einsetzen, weil sie genau wissen, welche Nutzer sie erreichen."

Vor diesem Hintergrund reflektiert die Übernahme der Laya Group durch Serviceplan den anhaltenden Wandel in der Werbebranche. Unternehmen gehen weg von traditionellen Medien, hin zu digitalen Plattformen und datengetriebenen Werbestrategien. Dies spiegelt sich auch in der Prognose wider, dass Retail Media bis 2026 einen Umsatz von fast 22 Milliarden Euro in Europa erreichen wird.

Wie erfolgreich war Laya?

Berichte von Galeria-Insidern deuten laut dem "Handelsblatt"-Bericht darauf hin, dass Layas Erfolge im Bereich Retail Media bisher begrenzt waren. Zudem gibt es Fragen zum Kundenstamm von Laya. Galeria und Sportscheck haben wie Benko Insolvenz angemeldet und bekommen neue Eigentümer. Sie zählen zum Kundenstamm von Laya.

Und obwohl die Unternehmen seit 2022 im Bereich Retail Media arbeiten, wurde erst Ende 2023 eine umfassende Nutzung der Kundendaten erzielt. Seit der Insolvenz durfte hier aber nicht allzu viel passiert sein.