Blogs auf Yahoo Finanzen:

Scheidender Novartis-Chef verzichtet auf Abfindung

Nach öffentlichen Proteststürmen verzichtet der scheidende Verwaltungsratschef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, Daniel Vasella, auf den goldenen Handschlag. "Ich habe verstanden, dass viele Menschen in der Schweiz die Höhe der Abfindung für unangemessen hoch halten", erklärte Vasella in einer Unternehmensmitteilung. Jedoch habe er bereits zuvor klar gemacht, das Geld spenden zu wollen.

Die Höhe seiner Abfindung sei kritisiert worden, "obwohl ich meine Absicht bekundet habe, den Nettobetrag für wohltätige Aktivitäten zur Verfügung zu stellen", erklärte Vasella. Eigentlich sollte Vasella in den nächsten sechs Jahren jeweils zwölf Millionen Franken ausgezahlt bekommen und dafür auf einen Wechsel zur Konkurrenz verzichten. Nach seinem Verzicht auf die Abfindung entfalle nun auch dieses sogenannte Konkurrenzverbot, erklärte Novartis.

Die geplanten Millionenabfindung für Vasella hatte in der Schweiz hohe Wellen geschlagen. Am Montag erstatteten Aktionäre Strafanzeige. Vasella soll den Pharmakonzern am 22. Februar verlassen. Der neue Präsident, der noch zu benennen sei, soll am 1. August sein Amt antreten, wie Novartis mitteilte.

Der Verband Schweizer Unternehmen Economiesuisse begrüßte den Verzicht Vasellas. Dieser sei Ergebnis des Drucks von allen Seiten, sagte Cristina Gaggini, Mitglied der Geschäftsleistung der Economiesuisse. In vielen Teilen der Wirtschaft war der goldene Handschlag für Vasella als Skandal wahrgenommen worden - vor allem weil die Schweizer in weniger als zwei Wochen über eine Initiative abstimmen, die sich gegen Gehaltsexzesse bei Managern richtet. "Vor diesem Hintergrund sei Vasellas "Sinneswandel" eine gute Neuigkeit", sagte Gaggini.

Auch die Anlegerschutzvereinigung Ethos begrüßte die Kehrtwende. Die Abkehr von der Abfindung sei die "einzig vernünftige" Entscheidung gewesen, die der Verwaltungsrat von Novartis habe treffen können, sagte ein Sprecher der Vereinigung. Für die Aktionärshauptversammlung am 22. Februar deutete Ethos nun an, für die Entlastung des Verwaltungsrates stimmen zu wollen. Mit der Entlastung billigen Aktionäre die Entscheidungen des Gremiums. Ethos vertritt die Interessen von 141 Pensionsfonds in der Schweiz.

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Modemarke Topman bringt Jacke mit Nazi-Symbolik auf den Markt Yahoo Finanzen - Mo., 14. Apr 2014 13:39 MESZ

    Das britische Street-Wear-Label „Topman“ hatte kürzlich eine Kapuzenjacke beworben, die stark an die Symbolik der Nationalsozialisten im Dritten Reich erinnert. Für umgerechnet 247 Euro konnten Kunden das Kleidungsstück online kaufen. Besonders ein Emblem schien dem Erkennungszeichen der NSDAP-Schutzstaffel (Abkürzung SS) nachempfunden …

  • Google kauft Drohnen-Hersteller für globale Internet-Versorgung
    Google kauft Drohnen-Hersteller für globale Internet-Versorgung

    Google und Facebook erhöhen im Wettlauf um die globale Internet-Versorgung das Tempo: Google kauft den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace, an dem zuvor auch Facebook interessiert gewesen sein soll. Ein Preis wurde am Montag nicht genannt.

  • Alibaba-Beteiligung treibt Yahoo an
    Alibaba-Beteiligung treibt Yahoo an

    Die Beteiligung am chinesischen Börsenkandidaten Alibaba erweist sich einmal mehr als Glücksfall für Yahoo.

  • Springer-Chef Döpfner: «Wir haben Angst vor Google»
    Springer-Chef Döpfner: «Wir haben Angst vor Google»

    Der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer, Mathias Döpfner, sieht die wachsende Macht des Internet-Konzerns Google mit Sorge.

  • «Heartbleed»-Lücke noch nicht überall geschlossen
    «Heartbleed»-Lücke noch nicht überall geschlossen

    Einige Internetdienste haben die gravierende Sicherheitslücke «Heartbleed» auch nach einer Woche noch nicht geschlossen.

 

Vergleichsrechner

  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »