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Praxen sollen ab 7. Juni auch Kinder und Jugendliche impfen – Ärzte bekommen aber weniger Impfdosen

·Lesedauer: 2 Min.

Mit einem Bedarf von rund 6,4 Millionen Impfstoff-Dosen für Erst- und Zweitimpfung rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die geplanten Impfungen von Kindern und Jugendliche ab 12 Jahren. Die Prognose der Regierung: Eltern lassen knapp 60 Prozent der Kinder bis 18 Jahren impfen.

Während vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag gefordert wurde, dass die Dosen extra reserviert werden, ist es nun klar: Kinder und Jugendliche konkurrieren mit allen anderen Menschen nach der Freigabe der Impfpriorisierung am 7. Juni um den Impfstoff. Ein Sprecher des Gesundheitsministerium erklärt: "Eine 'Reservierung' von Impfstoffen für Kinder ist nicht mehr vorgesehen. Die Impfungen werden aus den laufenden Lieferungen vorgenommen werden."

Nach Informationen von Business Insider gab es um diesen Punkt auf dem Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Länderchefs Diskussionen: Mehrere Ministerpräsidenten, vor allem von der SPD, griffen Spahn wegen der Liefermengen-Planungen an. Sie hätten zuvor den Eindruck gewonnen, dass die Dosen für Kinder und Jugendlichen zusätzlich zu den geplanten Mengen kommen sollen.

Spahn verwies auf die Abhängigkeit von den Herstellern. Aus Teilnehmerkreisen wurde nach dem Gipfel die Kritik laut, dass der Bund bei Biontech, Moderna und Co. Impfstoff bestellt habe, ohne Impfungen von Kindern und Jugendlichen einzuplanen. Offen sagen will das aber niemand.

Auch wenn die Europäische Arzneimittelagentur erst an diesem Freitag über die Freigabe von Biontech ab 12 Jahren entscheiden wollte, sei das Thema schon seit Monaten absehbar gewesen, so die Kritik weiter.

Impfungen von Kindern und Jugendlichen sollen auf Wunsch von Bund und Ländern vor allem in Arztpraxen vorgenommen werden. Doch deren Lieferungen mit dem Mittel von Biontech, das für Kinder und Jugendliche genutzt werden soll, wurden vor dem Gipfel wegen Lieferverzögerungen durch den Hersteller gekürzt: Anstatt 3,3 Millionen Biontech-Dosen kommen in der kommenden Woche nur 2,2 Millionen. Für die übrigen Juni-Wochen verzichtet das Ministerium vorerst auf Prognosen.

Bei den Verbänden der niedergelassenen Ärzten sorgt das Vorgehen für Ärger. Dort kritisiert man, dass es schon ohne Kinder- und Jugendliche es nicht genug Impfstoff gebe, um vor allem die nötigen Zweitimpfungen in der vorgesehenen Zeit sicherzustellen. Und solange auch die Ständige Impfkommission keine Empfehlung abgebe, vielmehr sogar durchblicken ließ, keine allgemeine Empfehlung für alle Kinder und Jugendliche zu erteilen, wollte viele Ärzte Kinder- und Jugendliche nur im Einzelfall impfen.

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