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Der Lufttaxi-Hoffnung Lilium geht das Geld aus

·Lesedauer: 1 Min.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass der Börsengang im dritten Quartal erfolgreich über die Bühne gehen wird“, sagt der stellvertretende Lilium-Finanzchef Michael Andersen.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass der Börsengang im dritten Quartal erfolgreich über die Bühne gehen wird“, sagt der stellvertretende Lilium-Finanzchef Michael Andersen.

Das Elektro-Lufttaxi-Unternehmen Lilium hat seine Bilanz für 2019 geändert und mit einem Risikohinweis zum Fortbestand versehen. Nach WELT AM SONNTAG-Recherchen macht das deutsche Startup nun darauf aufmerksam, dass ohne den anstehenden US-Börsengang oder alternative Finanzierungen im Dezember 2022 das Geld ausgeht. Über das bereits an der US-Börse notierte Finanzvehikel (SPAC) Quell Aquisition will das Unternehmen demnächst an den Kapitalmarkt und damit mehrere hundert Millionen Dollar einsammeln.

Lilium korrigierte laut WELT AM SONNTAG seine bereits beschlossene Bilanz für 2019. Nach der Neuberechnung beträgt der Anlaufverlust für 2019 nicht mehr 42,8 Millionen Euro, sondern 75,4 Millionen Euro. Der höhere Verlust aus 2019 sowie der Risikohinweis zum Fortbestand resultiert nach Unternehmensangaben aus der Umstellung der Bilanzierung vom deutschen Handelsgesetzbuch zu den internationalen IFRS-Regeln.

Dabei sei bemerkt worden, dass es bei zwei Bilanzpositionen weniger Bewertungsspielraum gebe, sagte der stellvertretende Lilium-Finanzchef Michael Andersen WELT AM SONNTAG. „Wir haben mit dem Wirtschaftsprüfer PWC jeden Stein umgedreht, damit wir korrekte Bilanzen für 2019 und 2020 haben.“

Beim Risikohinweis zum Fortbestand der Firma handele es sich nur um ein theoretisches Risiko: „Wenn der Börsengang klappt, ist dieser Hinweis hinfällig“, sagte er. Bei der Unterzeichnung der IPO-Dokumente sei der Börsengang noch nicht vollzogen, daher müsse das Risiko auch genannt werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Börsengang im dritten Quartal erfolgreich über die Bühne gehen wird“, sagte Andersen. Im Jahr 2020 lag der Verlust bei 188,4 Millionen Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Welt.de.

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