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Eine ehemalige Flugbegleiterin erzählt, wie sie einen wütenden Passagier nach einem Streit über Lasagne fesseln musste

Ann Hood war in den 70er- und 80er-Jahren Flugbegleiterin bei TWA.  - Copyright: Mit Genehmigung von Ann Hood
Ann Hood war in den 70er- und 80er-Jahren Flugbegleiterin bei TWA. - Copyright: Mit Genehmigung von Ann Hood

Für Ann Hood war die Arbeit als junge Flugbegleiterin in den 80er Jahren mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Wie sie in ihren Memoiren "Fly Girl" beschreibt, musste sie sich Gewichtskontrollen unterziehen, unerwünschte Annäherungsversuche männlicher Passagiere abwehren und sogar einen unruhigen Reisenden bändigen – und das alles wegen einer Portion Lasagne.

Mit 24 Jahren arbeitete Hood 1982 seit drei Jahren als Flugbegleiterin. Sie servierte das Abendessen auf einer Routinestrecke von San Francisco nach New York City, als es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung wegen des Essens kam. Während sie den Fluggästen zwei Optionen anbot – Rippchen und Lasagne – ging Hood die Lasagne aus, wie sie in ihren Memoiren schreibt, die am 3. Mai veröffentlicht wurden. "Es war unvermeidlich, dass uns eine der Optionen ausging, und manchmal wurde ein Passagier richtig wütend, wenn das passierte", schrieb sie und fügte hinzu: "Als ich Reihe 45 erreichte, war mir die Lasagne ausgegangen."

In dieser besonderen Situation, so Hood, würde sie dem Passagier entweder die verbleibende Option auf sein Tablett legen oder ihm einen Gratis-Cocktail anbieten, wenn er wirklich enttäuscht wäre. Dieser Fahrgast lehnte jedoch beide Optionen ab und wurde aggressiv. Nachdem er geschrien hatte: "Ich will die Lasagne", wiederholte der Fahrgast laut Hood: "Ich. will. Die. Lasagne."

Die ehemalige Flugbegleiterin Ann Hood sagte, dass ihre umfangreiche Ausbildung sich auszahlte

Hood verließ sich auf ihre umfassende Ausbildung, um den irritierten Passagier zu beschwichtigen. Laut ihrem Buch "Fly Girl" antwortete sie: "Es tut mir sehr leid, Sir. Wir haben keine Lasagne mehr. Aber ich würde Ihnen gerne einen Wein oder einen Cocktail auf Kosten des Hauses anbieten?"

Aber das reichte nicht aus, um den Nervenzusammenbruch des Passagiers zu stoppen. "Er schlug einfach gegen die Deckenbeleuchtung und schrie: 'Ich will die Lasagne! Ich will die Lasagne!'" schrieb Hood. Sie fügte hinzu, dass er so heftig auf das Gerät einschlug, dass das Oberlichtfach über seinem Sitz aufsprang und die Beleuchtungseinheit abbrach und an ein paar Drähten baumelte.

Die Szene passierte von einem auf den anderen Moment, so Hood. "Er war nicht einfach nur ein lästiger Passagier", sagte sie. "Im Bruchteil einer Sekunde wurden seine Augen wild und groß und er fing an, Sachen im Flugzeug kaputtzumachen." Aus Angst um ihre Sicherheit und die der anderen Fluggäste glaubte Hood, dass der Passagier eine tickende Zeitbombe sei. "Er ist völlig durchgedreht und hatte einen totalen Nervenzusammenbruch", sagte sie. Sie und die Besatzung ergriffen sofort Maßnahmen, um die schnell eskalierende Situation unter Kontrolle zu bringen.

Es war das einzige Mal in ihrer Laufbahn, dass sie Handschellen anlegen musste.

"Zwei männliche Flugbegleiter erreichten uns zuerst, einer von ihnen mit den Fesseln, die wir an Bord hatten – ich hätte nie gedacht, dass ich sie jemals benutzen müsste", schreibt Hood in ihrem Buch. Als der Flugkapitän am Ort des Geschehens eintraf, so Hood, entschied er sich dagegen, das Flugzeug umzuleiten und den Passagier rauszuwerfen. Stattdessen wurde der Flug zu seinem Ziel, dem John F. Kennedy International Airport, fortgesetzt, wo die Polizei den Passagier nach der Landung in Empfang nehmen würde.

Am Boden wurde Hood gebeten, der Polizei eine Erklärung abzugeben, während der Passagier in Handschellen abgeführt wurde. Als er hörte, was den widerspenstigen Passagier provoziert hatte, bemerkte der Kapitän laut Hood: "Das alles nur wegen der Lasagne?" In ihrer siebenjährigen Laufbahn als Flugbegleiterin musste Hood nach eigenen Angaben noch nie einen anderen Passagier mit Handschellen festhalten.

Was das Schicksal des Passagiers angeht, so sagte Hood, dass ihr das nicht bekannt sei. "Das ist eine andere Geschichte, deren Ende ich nicht kenne, aber es ist eine Straftat, ein Flugzeug zu beschädigen", sagte sie. Jahrzehnte später hat das Kabinenpersonal immer noch mit widerspenstigen Passagieren zu tun – insbesondere während der COVID-19-Pandemie. In den vergangenen zwei Jahren mussten Flugbegleiter zahlreiche Situationen an Bord deeskalieren, die durch ein angespanntes politisches Klima angeheizt wurden. Laut der Federal Aviation Administration (FAA), also der Luftaufsichtsbehörde der USA, war 2021 mit 5981 Berichten über Zwischenfälle mit ungehorsamen Passagieren das schlimmste Jahr aller Zeiten. Die FAA sagte, dass sie fünf Millionen US-Dollar an Bußgeldern gegen ungehorsame Passagiere vorgeschlagen hat.

Diese Maßnahmen zeigen möglicherweise Wirkung: Bis zum 31. Mai 2022 meldete die Behörde in diesem Jahr 1.443 Fälle von schwierigen Passagieren.

Dieser Text wurde von Lisa Ramos-Doce aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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