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So wurde aus dem Traum von der Luxushandtasche ein Shop für DIY-Sets

·Lesedauer: 3 Min.
Kunden und Kundinnen von Bags & Pieces können Lederhandtaschen mithilfe eines Do-It-Yourself-Sets selbst herstellen – ganz ohne Nähmaschine.
Kunden und Kundinnen von Bags & Pieces können Lederhandtaschen mithilfe eines Do-It-Yourself-Sets selbst herstellen – ganz ohne Nähmaschine.

Als die Pandemie kam, sah Vivian Edel ihre Chance zu gründen. Die Idee der 26-Jährigen: Kunden und Kundinnen können Lederhandtaschen mithilfe eines Do-It-Yourself-Sets selbst herstellen, dafür ist keine Nähmaschine nötig. Praktisch in Pandemiezeiten, wenn man viel Zeit zuhause verbringt.

Etwa 900 DIY-Taschen hat Edel nach eigenen Angaben schon verkauft, insgesamt habe sie damit innerhalb von sechs Monaten einen Umsatz von 120.000 Euro erzielt. Den Erfolg erklärt sie sich damit, dass sie ein Nischenprodukt anbietet, das vor allem bei Bastel- und Modeinteressierten ankommt: „Die Nähcommunity hat ein angestaubtes Image, obwohl Kleidung, die man selbst näht, total stylisch sein kann. Gefehlt haben aber immer hochwertige Accessoires wie Ledertaschen“, sagt Edel. Bisher war die Auswahl an DIY-Taschen klein und hatte eher einen alternativen Touch, vielfach wurden etwa Taschen angeboten, die aus Jeansresten genäht sind. Konkurrenz für Edel gab es also kaum. Die Herausforderung ihrer DIY-Idee war: Die Tasche musste als Fashion-Statement durchgehen und durfte nicht zu sehr nach Bastelei aussehen.

Während Corona hat die Eventmanagerin plötzlich Zeit

Die Corona-Pandemie war der Grund, dass die Pfälzerin überhaupt erst die Chance ergriff, ihr Herzensprojekt umzusetzen. Eigentlich arbeitet Edel als Eventmanagerin, als durch das Virus die Aufträge ausblieben, machte sie aus der einstigen Nebentätigkeit ihre Hauptbeschäftigung: „Für mich war es Glück im Unglück, weil ich endlich die Zeit hatte, mich meinem Projekt voll und ganz zu widmen.“ Die Idee entstand so: Als Edel sich ihre erste Designerhandtasche kaufte, auf die sie lange hingespart hatte, wollte sie herausfinden, ob man sich eine solche Tasche auch für weniger Geld selbst nähen könnte.

Vivian Edel hat Bags & Pieces gegründet.
Vivian Edel hat Bags & Pieces gegründet.

Daraufhin eignete sich die Münchner Gründerin Wissen über das Lederhandwerk an, konstruierte eine Tasche am Computer, kaufte Werkzeug und laserte in einer offenen Werkstatt den Prototypen. „Dieses Gefühl, als ich die fertige Tasche in meinen Händen hielt, war unbeschreiblich“, erinnert sie sich. „Ich dachte: Das will ich auch anderen zugänglich machen.“ Edel suchte nach passenden Materialien und Techniken bei Lieferanten, die sie oft belächelten. „Keiner von denen hat die Idee wirklich verstanden. Da kommt eine junge Frau und will, dass ihre Kunden die Taschen selbst zusammensetzen – das war ihnen völlig neu“, erzählt sie.

Aktuell gibt es ihre DIY-Box ab 59 Euro für drei verschiedene Taschenmodelle, Bags & Pieces verkauft aber auch andere Lederaccessoires zum Selbermachen wie Brillenetuis und Schlüssel- oder Kofferanhänger. Dabei kann man nicht nur die Farbe, sondern auch die Lederart auswählen. Bestseller ist die Crossbody-Bag. Durch die Nachfrage musste Edel ihr Lager von der Einliegerwohnung im Elternhaus in Morlautern bei Kaiserslautern in neue Räume verlagern. Ihre Mutter sei mittlerweile fest in den Betrieb eingebunden, vier weitere Stellen sollten noch besetzt werden, sagt sie. Edel will ihr Produkt so bald wie möglich auch auf Messen zeigen und auf der Plattform Pinterest, wo sich Näh-, Bastel- und Modeinteressierte austauschen. Momentan arbeitet sie schon am nächsten Set: einer DIY-Box für Gürtel.

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