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So viel Wagniskapital wie nie – Riesenrunden von Gorillas & Co. sorgen für Rekordjahr

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Nicht nur Kagan Sümer von Gorillas, auch die N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf konnten sich in diesem Jahr freuen: Sie alle sicherten sich riesige Investments für ihre Firmen
Nicht nur Kagan Sümer von Gorillas, auch die N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf konnten sich in diesem Jahr freuen: Sie alle sicherten sich riesige Investments für ihre Firmen

Die Startup-Szene in Deutschland stellt in Sachen Wachstumsfinanzierung neue Rekorde auf – mal wieder. Deutsche Firmen sammelten dieses Jahr 12,4 Milliarden US-Dollar ein, 128 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen "State of European Tech"-Report hervor, den die VC-Firma Atomico jedes Jahr herausgibt.

Dieser deutliche Anstieg ist vor allem auf einige wenige Mega-Runden zurückzuführen. Vier der größten Investment-Deals in Europa haben deutsche Firmen abgeschlossen: Celonis mit einer Milliarde US-Dollar, Gorillas mit 950 Millionen Dollar, N26 mit 800 Millionen Dollar und Trade Republic mit 750 Millionen US-Dollar.

Neben diesen vier Firmen gibt es in Deutschland mittlerweile 47 weitere sogenannte Einhörner, also Firmen, die mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden. 19 davon haben erst in diesem Jahr diesen Status erreicht, so wie etwa der Blitz-Lieferdienst Gorillas, der mit seiner Series B im März zum Unicorn aufstieg. In ganz Europa sind es mittlerweile 321 Einhörner.

Denn nicht nur das deutsche, auch das europäische Ökosystem entwickelte sich der Studie zufolge in den vergangenen Monaten prächtig. Auch auf Kontinentalebene gesehen, nahm die Schlagzahl an Riesenrunden zu: Mehr als zehn Prozent des insgesamt investierten Kapitals floss in die zehn größten Deals.

Europa knackt erstmals die 100 Milliarden Dollar-Marke

Außerdem erwarten die Studienautoren zum Ende des Jahres hin einen großen Meilenstein: Zum ersten Mal würden innerhalb eines Jahres mehr als 100 Milliarden US-Dollar in europäische Tech-Firmen investiert, drei Mal mehr als 2020. Sarah Guemouri, Investorin bei Atomico und Co-Autorin des Reports, glaubt, dass dieser Aufwärtstrend anhalten werde: „Selbst in konservativen Szenarien rechnen wir damit, dass sich die europäische Tech-Wirtschaft innerhalb der nächsten Dekade mindestens verdoppelt und ihren Wert um Billionen US-Dollar steigert.“

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