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In Israel gibt es erste Anzeichen, dass Biontech auch gegen die Corona-Variante Omikron eine Wirksamkeit von 90 Prozent erreicht

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Offenbar gibt es erste Anzeichen, dass die Corona-Impfung auch gegen die Omikron-Variante wirksam ist. Menschen, die vollständig geimpft sind oder bereits ihre Auffrischungsimpfung erhalten haben, seien vermutlich durch sie gut geschützt, teilte der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz am Dienstag mit. Die Zeitung „The Jerusalem Post“ hatte berichtet.

"In den kommenden Tagen werden wir genauere Informationen über die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Omicron haben, aber es gibt bereits Grund zum Optimismus, und es gibt erste Hinweise darauf, dass diejenigen, die mit einem noch gültigen Impfstoff oder mit einer Auffrischungsimpfung geimpft sind, auch vor dieser Variante geschützt sind", sagte er laut der, "Jerusalem Post" bei einem Besuch im Soroka Medical Center in der Großstadt Be'er Scheva. „Die Impfstoffe sind jetzt wirklich entscheidend“, so Horowitz. Auch der SPD-Politiker Karl Lauterbach hatte via Twitter auf den Bericht aufmerksam gemacht:

Biontech-Impfstoff laut ersten Daten nur leicht weniger wirksam als gegen Delta-Variante

Später am Abend habe es außerdem einen Bericht des israelischen Fernsehsenders Channel 12 gegeben, demzufolge der Biontech-Impfstoff gegen die Omikron-Variante nur leicht weniger wirksam ist als gegen Delta. Er verhindere eine Omikron-Infektion zu 90 Prozent – bei der Delta-Variante waren es dem Bericht zufolge noch 95 Prozent. Zudem verhindere er bei geboosterten Erkrankten zu 93 Prozent einen schweren Verlauf, schreibt die „Jerusalem Post“.

Trotzdem sei die neue Variante auch etwa 1,3 Mal so infektiös wie Delta. Das ist nicht so viel, wie Experten befürchtet hatten. Allerdings hätten Ungeimpfte mit Omikron den Daten nach auch ein 2,4-mal höheres Risiko, einen schweren Verlauf zu entwickeln.

Einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge war das Ministerium selbst zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht im Besitz der von Channel 12 veröffentlichten Daten. Sharon Alroy-Preis, die Leiterin des öffentlichen Gesundheitsdienstes, gab an, besagte Daten würden voraussichtlich am Dienstag von Südafrika an Israel weitergegeben werden.

Alroy-Preis erklärte laut „Jerusalem Post“, dass die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante in Südafrika bislang der größte Anlass zur Sorge ist. Die Infektionszahlen dort waren innerhalb von zehn Tagen von 200 auf 2000 Fälle geklettert. Geimpfte hätten bisher aber eher milde Symptome entwickelt, sagte sie – wies aber auch darauf hin, dass es sich bisher um vorläufige Erkenntnisse handle.

sb

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