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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.09.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

Bundesbank: Sommerquartal bringt Trendwende nach Konjunktur-Absturz

FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft hat nach dem tiefen Absturz in der Corona-Krise nach Einschätzung der Bundesbank im Sommer die Trendwende geschafft. Die Erholung der Konjunktur habe im Juli und "wohl auch im August" angehalten - wenngleich mit nachlassendem Schwung, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht September.

Studie: Brexit ohne Handelspakt wäre 'Sargnagel' für viele britische Firmen

LONDON - Ein Brexit ohne Handelspakt zwischen der EU und Großbritannien könnte einer Studie zufolge für viele britische Firmen das Aus bedeuten. "Nach mehr als drei Jahren politischer Unsicherheit wäre ein "No-Deal-Exit" aus der EU, über den immer mehr geredet wird, der letzte Sargnagel für viele Unternehmen", sagte Stephen Phipson vom Industrieverband Make UK, der gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer-Netzwerk BDO regelmäßig den Zustand der britischen Wirtschaft untersucht. Für die am Montag veröffentlichte Umfrage wurden mehrere Hundert produzierende Firmen in Großbritannien befragt.

ROUNDUP 2/Anti-Geldwäsche-Kampf: Starke Aufsicht und härtere Strafen gefordert

BRÜSSEL/BERLIN - Nach den von einem internationalen Journalisten-Team aufgedeckten Defiziten im weltweiten Kampf gegen Geldwäsche werden Forderungen nach mehr Befugnissen für Aufsichtsbehörden sowie schärferen Strafen laut. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans forderte am Montag in Berlin "endlich transparente Regeln und eine fühlbare Sanktionierung von Verstößen".

ROUNDUP: Trump will Kandidatin für Ginsburg-Nachfolge diese Woche benennen

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will noch diese Woche bekanntgeben, wen er für die Nachfolge der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten US-Gericht nominieren will. "Ich denke, es wird Freitag oder Samstag sein", sagte Trump am Montag dem Sender Fox News. Aus Respekt vor Ginsburg, die er eine "legendäre Figur" nannte, wolle er bis nach der Beisetzung warten. Die liberale Richterin war am Freitag mit 87 Jahren nach einer Krebserkrankung gestorben. Trump will eine Frau für ihre Nachfolge vorschlagen.

Italien-Wahl: Prognose zeigt enges Rennen zwischen Links und Rechts um Toskana

ROM - In Italien gibt es nach ersten Wahlprognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Mitte-Links-Koalition von Ministerpräsident Giuseppe Conte und der rechten Opposition um die Macht in wichtigen Regionen. In der Toskana lag der Kandidat der Sozialdemokraten (PD) nach ersten Zahlen vom Montag mit etwa drei Prozentpunkten vorn. In Apulien war das Rennen demnach ausgeglichen.

Zypern blockiert: EU kann weiter keine Belarus-Sanktionen verhängen

BRÜSSEL - Die geplanten Sanktionen der Europäischen Union gegen Unterstützer des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko lassen weiter auf sich warten. Ungeachtet wachsenden Drucks hielt das EU-Land Zypern bei einem Außenministertreffen in Brüssel an seinem Veto fest. Zypern will Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik nur zustimmen, wenn die EU auch neue Sanktionen gegen die Türkei verhängt. In Belarus hatte sich Dauer-Machthaber Lukaschenko trotz erheblicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit wieder zum Sieger von Präsidentschaftswahlen erklären lassen. Dagegen gibt es seit mehr als einem Monat Massenproteste.

Bundesregierung mahnt zu 'höchster Achtsamkeit' in Corona-Lage

BERLIN - Die Bundesregierung hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen zu "höchster Achtsamkeit" aufgerufen. "Es kommt aktuell vermehrt zu Ansteckungen und Übertragungen innerhalb Deutschlands", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Politik und Bürger hätten es nun in der Hand, "ob sich die Infektionszahlen wieder unkontrolliert ausbreiten". Deutschland sei "in einer Phase der Pandemie, in der sich entscheiden wird, wie wir in diese Winter- und Herbstmonate hineingehen". Zugleich gebe es in Nachbarländern teils noch ein deutlich höheres Infektionsgeschehen.

'FT': EZB lässt Corona-Wertpapierkäufe untersuchen

LONDON - Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt einem Pressebericht zufolge ihr riesiges Corona-Wertpapierkaufprogramm PEPP untersuchen. Dabei gehe es um die wirtschaftlichen Auswirkungen des 1,35 Billionen Euro schweren Programms, berichtete die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" (FT) am Montag auf ihrer Internetseite. Zudem werde geprüft, wie lange das Programm noch laufen solle und ob ein Teil seiner Flexibilität in die herkömmlichen EZB-Anleihekäufe (APP) übernommen werden könne. Die "FT" will ihre Informationen von zwei namentlich nicht genannten EZB-Ratsmigliedern erhalten haben. Demnach soll das Thema auf der nächsten Zinssitzung besprochen werden.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.