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Trigema-Chef zur Ampel: Warum der "geborene CDU-Wähler" Grupp die Grünen für regierungsfähig hält und nicht mehr als "Schande für unser Unternehmerland" sieht

·Lesedauer: 2 Min.
Trigema-Chef Wolfgang Grupp.
Trigema-Chef Wolfgang Grupp.

Wie viele andere Millionen Deutsche verfolgte auch der Trigema-Chef Wolfgang Grupp am Sonntag gespannt die Bundestagswahl. Vom Ausgang der Wahl war der 79-Jährige am Ende wenig überrascht. Die Abstrafung der CDU habe er lange kommen sehen und auch eine Regierung mit Grünen-Beteiligung sei für ihn keine Schande mehr, wie der Unternehmer im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" verrät.

Verbracht hat er den Wahlabend in seinem Jagdhaus im Allgäu, so der Firmenpatriarch. "Nach dem Abendansitz haben meine Familie und ich gemeinsam alle Hochrechnungen und Sendungen geschaut", sagt er im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche". Grupp sei eigentlich von Haus aus ein "geborener CDU-Wähler". Doch der ernüchternde Wahlausgang für die Union habe ihm zufolge klare Gründe: "Wer zuerst alles tut, um Friedrich Merz auszuspielen, dann Armin Laschet einsetzt, obwohl die Mehrheit der Basis hinter Markus Söder steht, wird das zu spüren bekommen und klar abgestraft werden."

Laschet wurde dabei auf dem Parteitag zum CDU-Vorsitzenden ernannt. Die Parteibasis stand also hinter ihm. Für Grupp ist jedoch klar: "Als Chef muss ich doch auf meine Leute hören, die das Fachwissen haben. Hätte ich in meinem Betrieb beispielsweise eine neue Werksleitung zu bestimmen und will eine jüngere Führungsperson einsetzen, kann es ja sein, dass meine Mitarbeiter lieber eine ältere Person auf dem Posten wollen. Dann muss ich sie von meiner Wahl überzeugen."

Regierung mit FDP-Beteiligung sei "sehr wichtig"

Stattdessen war die SPD bei der diesjährigen Wahl der große Gewinner. Auch die Grünen konnten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl deutlich zulegen. Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann habe auch den alt eingesessenen CDU-Wähler Grupp überzeugt und so habe er den Grünen bei der letzten Landtagswahl in Baden-Württemberg ebenfalls seine Stimme, sagt er zu "Wirtschaftswoche". Das war jedoch nicht immer so. "Als hier in Baden-Württemberg der grüne Politiker Winfried Kretschmann zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, habe ich gesagt, das ist eine Schande für unser Unternehmerland. Aber ich musste zugeben, Herr Kretschmann hat das top gemacht", so der Trigema-Chef gegenüber der "Wirtschaftswoche".

Auf Bundesebene hat Grupp dieses Mal die FDP gewählt. Eine Regierung mit Beteiligung der Liberalen sei ihm zufolge "sehr wichtig". Dabei muss es für Grupp gar nicht unbedingt eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP sein. "Wenn die SPD jetzt, was ihr zusteht, den Kanzler stellt, und mit den Grünen und der FDP regiert, dann kann ich damit leben."

kh

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