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Starinvestor Burry: Mega-Crash-Gefahr durch Bitcoin und Memaktien

·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 4 Min.

Braut sich etwas zusammen an den Kapitalmärkten? Während die Weltbörsen auch in den ersten sechs Monaten 2021 überwiegend positiv tendierten, brodelt es unter der Oberfläche. Kryptowährungen und die sogenannten Memaktien fuhren Achterbahn. Für den legendären Hedgefondsmanager Michael Burry ein Alarmsignal, dass „die Mutter aller Crashs“ bevorstehen könnte.

Sitz der Wall Street in New York
Sitz der Wall Street in New York

Das erste Börsenhalbjahr neigt sich auf die Zielgerade. Erfolgt in den letzten acht Handelstagen kein Kollaps, dürften Anleger in der Breite seit Jahresbeginn dies- und jenseits erneut Kursgewinne eingestrichen haben.

Weitaus spektakulärer fielen die Kurszuwächse dagegen bei zwei Hype-Investments aus: Memaktien und Kryptowährungen, die zeitweise wie auf dem Höhepunkt der größten Spekulationsblasen in die Höhe schossen. Bitcoin und Ethereum legten seit Jahresbeginn in der Spitze zwischen 100 und 450 Prozent zu, die Reddit-Favoriten GameStop und AMC gar mehr als 1000 Prozent.

Höhenflug von Kryptowährungen und Memaktien als Warnsignal

Für den legendären Investoren Michael J. Burry, der im Hollywood-Blockbuster “The Big Short“ von Christian Bale auf der Leinwand verewigt wurde, sind die spekulativen Exzesse der vergangenen Monate indes ein Alarmzeichen, dass am Kapitalmarkt grundsätzlich einiges im Argen liegt.

„All der Hype und all die Spekulation ziehen Kleinanleger in den Markt, bevor sich die Mutter aller Crashs ereignet“, twitterte der 50-Jährige Ende vergangener Woche, bevor Burry den Tweet in charakteristischer Weise wieder löschte; doch das Internet vergisst bekanntlich nie und archivierte den Tweet.  

Wall Street könnte Verluste in Größenordnung von Ländern erleiden

„Parabolische FOMO-Bewegungen (die aus der Ungeduld der Marktteilnehmer entstehen, etwas zu verpassen – Anmerkung der Redaktion) lösen sich nicht seitwärts auf", twitterte der Hedgefondsmanager von Scion Asset Management.

"Wenn Kryptos aus der Billionen-Bewertung fallen (aktuell werden alle Kryptowährungen mit 1,5 Billionen Dollar bewertet – Anmerkung der Redaktion) und Memaktien Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung einbüßen (aktuell bringen es GameStop und AMC zusammen auf knapp 40 Milliarden Dollar – Anmerkung der Redaktion), wird der breite Markt Verluste in der Größenordnung von Ländern erleiden. Die Geschichte hat sich nicht verändert“, mahnt Burry in Anspielung auf den letzten großen Crash der Jahre 2008/08 an.  

Kryptowährungen besonders anfällig für Crash

Als besonders problematisch betrachtet Burry dabei die hohe Faszination der Kryptowährungen, um die sich in den vergangenen Monaten ein regelrechter Hype ausgebildet hat. „Das Problem von Krypto liegt, wie bei den meisten Dingen, in der Hebelwirkung“, erklärt Burry mit Blick auf gehebelte Wetten an den Derivate-Märkten.

„Wer nicht weiß, wie viel gehebeltes Geld im Krypto-Segment unterwegs ist, hat nichts von Kryptos verstanden“, erklärt Burry die äußerst volatilen Ausschläge und ergänzt selbst ein Mem, auf dem der American Football-Spieler Troy Polamalu mit einer Werbung des Shampoo-Herstellers Head & Shoulders und ein Bitcoin-Chart zu sehen sind. Burry dürfte damit augenzwinkernd auf die in der Chartanalyse bekannte Schulter-Kopf-Schulter-Formation angespielt haben, die einen bärischen Kursverlauf vorwegnimmt.

„Rich Dad, Poor Dad“-Autor sagt ebenfalls Crash voraus

Burry ist nicht allein mit seinen Kassandrarufen. Robert Kiyosaki, Autor des Investmentbestsellers „Rich Dad, Poor Dad“, sieht ebenfalls einen Crash aufziehen. „Die größte Blase in der Welt wird größer und größer. Der größte Crash der Geschichte kommt. Kaufe mehr Gold und Silber“, twitterte der 74-Jährige am vergangenen Freitag.

Doch ausgerechnet die kontroverse, wertvollste Kryptowährung der Welt steht bei Kiyosaki ebenfalls auf dem Kaufzettel. „Warte darauf, dass Bitcoin auf 24.000 Dollar fällt. Crashs sind der beste Zeitpunkt, um reich zu werden“, folgert der Bestsellerautor. Nur noch Kursverluste von weiteren 31 Prozent ist der Bitcoin von Kiyosakis Wunsch-Kursziel inzwischen entfernt…

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