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Grenke sieht sich nach Vorwürfen in weiteren Punkten entlastet

·Lesedauer: 2 Min.

Fraser Perring hat der Grenke AG Betrug vorgeworfen, die Firma gab daraufhin Sonderprüfungen in Auftrag. Erste Ergebnisse liegen inzwischen vor.

Grenke geriet im September nach Attacken des britischen Leerverkäufers Fraser Perring unter Druck. Foto: dpa
Grenke geriet im September nach Attacken des britischen Leerverkäufers Fraser Perring unter Druck. Foto: dpa

Der nach Manipulationsvorwürfen unter Druck stehende Leasingspezialist Grenke sieht sich in weiteren Punkten entlastet. Der Wirtschaftsprüfer KPMG habe im Rahmen seiner Prüfung bisher keine Anhaltspunkte gefunden, die vermuten ließen, dass das Leasinggeschäft des Konzerns nicht existiere, teilte Grenke am Mittwoch mit.

Auch für die Behauptung, Grenke sei systematisch an Geldwäsche beteiligt gewesen oder habe diese ermöglicht, hätten die Wirtschaftsprüfer bisher keine Hinweise gefunden, hieß es.

Allerdings sei der von dem Konzern beauftragte Prüfer Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) zu dem Schluss gekommen, dass Grenke bei der Übernahme teilweise mehr gezahlt habe als nach der ursprünglichen Bewertungsmethodik fällig gewesen wäre.

Insgesamt gehe es um kaufpreiserhöhende Abweichungen in Höhe von 15,1 Millionen Euro. Das seien rund 13 Prozent der insgesamt angefallenen Kaufpreise. Die festgestellten Abweichungen seien nach Einschätzung von WKGT nicht unerheblich, lägen aber im Rahmen üblicher Unschärfen bei der Bewertung von Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase.

Grenke geriet im September nach der Attacke des britischen Leerverkäufers Perring unter Druck. Er warf dem Konzern aus Baden-Baden Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vor – und wettete gleichzeitig auf einen Absturz der Aktien.

Im Fokus der Vorwürfe von Perring stand das Franchise-Geschäft. Grenke kündigte daraufhin Ende Oktober an, dieses in den Konzern zu integrieren. Bislang gründet Grenke in neuen Ländern Franchise-Gesellschaften, die von externen Investoren finanziert und von Grenke nach ein paar Jahren übernommen wurden.

Wegen der Vorwürfe gegen den Leasing-Spezialisten ist auch die Finanzaufsicht Bafin aktiv. Sie hat die Beratungsgesellschaft Mazars mit einer Sonderprüfung beauftragt. Dabei geht es nach Bafin-Angaben in erster Linie um vier Unternehmen innerhalb des Baden-Badener Konzerns, die bankaufsichtlichen Vorschriften unterliegen. Zudem wird in einer weiteren Prüfung auch der Konzernabschluss von Grenke für 2019 beleuchtet.

Ergebnisse zu beiden Prüfungen liegen noch nicht vor. Die Übernahme von Franchise-Unternehmen durch Grenke war nach Einschätzung eines Wirtschaftsprüfers für den Leasingkonzern insgesamt positiv.