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Aktienrückkäufe: Das sind meine neuen Favoriten!

Eine Person arbeitet kreativ an einem Laptop, der das Adobe Photoshop-Logo zeigt
Eine Person arbeitet kreativ an einem Laptop, der das Adobe Photoshop-Logo zeigt

Beim Thema Aktienrückkäufe scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite können sie – sofern richtig eingesetzt – ein echter Renditebooster sein. Schließlich reduzieren Aktienrückkäufe die Zahl der ausstehenden Aktien und erhöhen damit potenziell den Gewinn pro Aktie. Auf der anderen Seite können Aktienrückkäufe aber auch eine Schwäche darstellen, nämlich die von mangelndem Wachstum und Innovation.

Aber das soll heute nicht unser Thema sein, sondern ich möchte zwei Aktien vorstellen, die in letzter Zeit beeindruckende neue Aktienrückkaufprogramme gestartet haben. Konkret handelt es sich um die Aktien von FedEx (WKN: 912029) und Adobe (WKN: 871981). Beide Aktien zeigten zuletzt eine gewisse Schwäche im Vergleich zum Gesamtmarkt. Doch zunächst ein Blick auf das Big Picture.

FedEx-Aktie

Die FedEx-Aktie sehe ich als interessante Alternative zum Marktführer UPS (WKN: 929198), wobei es noch deutliche Unterschiede gibt. FedEx ist beispielsweise bekannt für seine globalen Expressdienste, während UPS stärker im Paketgeschäft vertreten ist. 

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Hinsichtlich der Profitabilität gibt es bei FedEx noch Nachholbedarf, obwohl das Unternehmen in den letzten Jahren deutliche Fortschritte bei diesem Thema gemacht hat. Auch beim Wachstum könnte das Unternehmen mit Sitz in Memphis (Tennessee, USA) noch einen Gang hochschalten. Allerdings leidet das Unternehmen etwas unter der aktuellen Konjunkturflaute. 

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2024 (Geschäftsjahresende: 29. Februar 2024) mit 21,7 Mrd. US-Dollar um 2,3 % unter dem Vorjahreswert. Erfreulicherweise konnte das Ergebnis auf bereinigter Basis jedoch deutlich gesteigert werden. Am Ende konnte das bereinigte EPS von 3,86 US-Dollar um 13,2 % im zweistelligen Bereich zulegen.

Auch beim Thema Aktienrückkauf wird nachgelegt. Das neu aufgelegte Aktienrückkaufprogramm im Wert von 5 Mrd. USD toppt die vergangenen Programme deutlich. Mit einem erwarteten Gewinn je Aktie von 17,25 bis 18,25 US-Dollar kommt die Aktie auf ein erwartetes KGV von rund 15, was fair sein könnte.

Allerdings muss das Unternehmen noch an seiner Wachstumsdynamik arbeiten und die Profitabilität weiter verbessern. Für das laufende Jahr wird weiterhin mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Adobe-Aktie

Aktie Nummer zwei im heutigen Artikel ist mit Adobe ein Softwareunternehmen, das sich auf Fotografie, Design, Video und vieles mehr spezialisiert hat. Als eines der ersten großen Unternehmen, das früh auf Software-as-a-Service gesetzt hat, profitierte es natürlich auch stark vom boomenden Cloud-Markt. Zukäufe sorgten für weiteres Wachstum. 

Inzwischen gibt es aber zunehmend Zweifel, ob die künstliche Intelligenz ein K.O.-Kriterium für die Softwareprodukte von Adobe ist. Das Unternehmen mit Sitz in San José (Kalifornien, USA) wird aber auch teilweise selbst als Nutznießer von KI-Tools gesehen.

Wie auch immer: Dem schwächelnden Aktienkurs soll mit einem neu aufgelegten Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 25 Mrd. US-Dollar auf die Sprünge geholfen werden. Auch gemessen an der Marktkapitalisierung von 216 Mrd. US-Dollar ist das eine stattliche Summe. Das Unternehmen kann sie sich aber durchaus leisten, denn es verfügt – wie viele andere Technologiekonzerne auch – über eine hohe Nettoliquidität.

Allerdings stellt sich die Frage, ob das Geld nicht besser in organisches Wachstum investiert werden sollte. Schließlich bietet der Technologiesektor im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen nach wie vor ein enormes Potenzial. Das zuletzt ausgewiesene Wachstum von 11 % offenbart bereits einige Schwächen.

Mit einem erwarteten KGV von 26,5 (Stand: 17.4.24, Morningstar) könnte die Aktie vor diesem Hintergrund bereits attraktiv bewertet sein. Die entscheidende Frage dürfte aber in die Zukunft gerichtet sein, insbesondere wie robust das Wachstum ist und ob noch etwas an Dynamik hinzugewonnen werden kann. Die Klärung der Frage, ob das Unternehmen ein Profiteur oder ein Verlierer der künstlichen Intelligenz ist, dürfte entscheidend sein.

Der Artikel Aktienrückkäufe: Das sind meine neuen Favoriten! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Adobe und FedEx und UPS. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Adobe.

Aktienwelt360 2024