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Dreister Airbnb-Betrug: Tourist soll in dreckigem Container schlafen

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Screenshot Facebook)

Da staunte Ben Speller nicht schlecht: Für seinen Trip nach Amsterdam hatte der Londoner über die Community-Plattform Airbnb eine Unterkunft für rund 130 Euro gebucht. Schlafen sollte er dann in einem angerosteten Container mit total verdrecktem Plumpsklo.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Die Reise-Geschichte von Ben Spiller dreht sich um eine überaus dreiste Betrugsmasche. Der Brite buchte per App für seinen Trip nach Amsterdam über Airbnb „eine saubere Bleibe mit privatem Badezimmer“. Dabei suchte er nicht das günstigste Angebot raus – schließlich will man es unterwegs ja auch schön haben.

130 Euro berappte Speller für das attraktive Angebot und staunte dann nicht schlecht, als er bei seiner Unterkunft ankam. Er sollte in einem auf dem Gehweg abgestellten Container übernachten. In dem schmuddeligen Inneren lagen Matratzen am Boden. In einem abgetrennten Teil befand sich das „private Badezimmer“ in Form von einem blauen, total verschmutzen Plastikplumsklo.

Der Brite nahm es mit Humor, sprach aber vor Ort mit dem Fernsehsender AT5 über sein Erlebnis.

Ben Speller vor seiner gebuchten Unterkunft in Amsterdam. (Bild: Screenshot Facebook)

„Wir sind drei Mal mit dem Taxi an dem Container vorbeigefahren und dachten: ,Das kann nicht sein‘“, sagte er dem Sender. „Aber als wir ausstiegen, stellte sich heraus, dass es wahr war. Die Tür ließ sich öffnen, wir schauten hinein, schlossen wieder ab und gingen.“

Anschließend hat Speller ein Hotel gebucht. „Eins, was wir vor Ort in Augenschein nehmen konnten“, schreibt er auf Facebook.

ATV berichtet weiter, dass der Vermieter „Jacob“ noch einen zweiten Container in Amsterdam vermietet. Als die Reporter dort ankamen, waren Mitarbeiter der Stadt gerade dabei, den Container wegzuschleppen. Anwohner hatten sich beschwert und es gab keine Abstellgenehmigung.

Der Eigentümer des illegalen „Hotels“ sei aber nicht auffindbar gewesen. Außerdem habe sich der Vermieter „Jacob“ geweigert, Ben Speller sein Geld zurückzuzahlen.

Für den Briten ging der Fall trotzdem glimpflich aus. „Nachdem der Gastgeber die Rückerstattung abgelehnt hat, habe ich sie von Airbnb erhalten“, schreibt er bei Facebook.

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