Deutsche Märkte geschlossen

Blockchain-Adaption bei Bloxxter in Leipzig: Immobilien-Token für alle?

Alexander Leyde
·Lesedauer: 2 Min.
Städtisches Kaufhaus Leipzig
Städtisches Kaufhaus Leipzig

Die Tokenisierung von Immobilien schreitet voran. Bloxxter hat nun gleich zwei historische Gebäude in Leipzig auf die Blockchain gebracht.

Das Hamburger Start-up Bloxxter hat nun seine ersten beiden Immobilien auf die Blockchain gesetzt. In das Städtische Kaufhaus und das Reclam Carrée in Leipzig können Anleger nun mit einer Einstiegszahlung von 500 Euro investieren. Dabei verspricht das Unternehmen eine jährliche Rendite von 3 Prozent. In der Pressemitteilung vom 20. Oktober, die BTC-ECHO vorliegt, heißt es, dass man damit Immobilien-Investments für Privatanleger revolutionieren möchte.

Der Einstieg in den Immobilienmarkt ist vergleichsweise teuer. Um investieren zu können, müssen Anleger viel Geld in die Hand nehmen. Größere Projekte sind daher oftmals sehr vermögenden oder institutionellen Anlegern vorbehalten. Durch die Tokenisierung immobiler Werte könnte sich dies ändern. Denn die Werte sind als Token auf einer Blockchain abgebildet, sodass man durch diesen digitalen Verbriefungsprozess Kosten sparen kann. Auch kann man wirtschaftlich kleinere Ticketgrößen ermöglichen, da Prozesse verschlankt und Mittelsmänner umgangen werden können.

Blockchain ermöglicht die Verteilung des Gewinns

Durch den Kauf dieser Token könnten sich nun viele Kleinanleger an einem Markt beteiligen, der ihnen zuvor verwehrt wurde. Kleinere Mindestinvestitionen und niedrigere Transaktionskosten als im klassischen Immobilienmarkt könnten dafür als Anreize dienen. So werden die Transaktionskosten mit unter 10 Cent angegeben. Auch können die Anteile täglich und weltweit übertragen werden. Investoren können so die Kosten unten und die Flexibilität hochhalten.

Im Gegensatz zum Aktienmarkt, so CEO Marc Drießen im Interview mit BTC-ECHO, sei die Immobilienbranche jedoch greifbarer. Dies würde es Anlegern erleichtern zu entscheiden, in welche Immobilien (Stadt, Lage, Zweck etc.) sie investieren wollen. Tokenisierte Immobilien würden so also die Vorteile der beiden Märkte miteinander verbinden. Drießen hat sich dabei auch zu der relativ niedrigen Rendite geäußert: Das Risiko ist minimal, sodass das Projekt sehr wahrscheinlich profitabel sein wird.

Wir sind überzeugt davon, dass die Qualität von Projekten und Prozessen nicht davon abhängig sein dürfen, mit wieviel Kapital sich ein Anleger beteiligt,

ließ sich Marc Drießen zitieren.

Wird der Markt durch diesen Schritt demokratischer? Bislang ist es noch zu früh, um das zu beurteilen. Schließlich ist die Anzahl tokenisierter Immobilien überschaubar und der Sektor der digitalen Assets steckt noch in den Kinderschuhen.

Blockchain Understatement

Interessant ist, dass Bloxxter auf seiner Homepage nicht darauf eingeht, die Blockchain-Technologie zu nutzen. Man möchte anscheinend über das Produkt und nicht über das Medium der Verbriefung überzeugen. Eine durchaus nachvollziehbare Strategie, da gerade konservative Anleger von Begriffen wie Token und Blockchain abgeschreckt werden können. Grund dafür gibt es allerdings keinen. Um bei Bloxxter zu investieren, braucht es keinerlei Kryptokompetenz oder eigenes Wallet.

Source: BTC-ECHO

Der Beitrag Bloxxter in Leipzig: Immobilien-Token für alle? erschien zuerst auf BTC-ECHO.