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Zehnjähriges Bestehen : „Restaurant Tim Raue“: In guten wie in schlechten Zeiten

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Berlin.  Tim Raues größter Albtraum? Dass er morgens in die Reservierungslisten seines Restaurants schaut und nicht alle Plätze vergeben sind. Zuletzt kam das coronabedingt ein paar Mal vor. Aber auch diese Krise haben der Zwei-Sternekoch und seine Geschäftspartnerin und Ex-Ehefrau Marie-Anne Raue gemeistert. „Wir sind jetzt wieder bei 100 Prozent“, sagt Tim Raue zufrieden. „Die Gäste fressen und saufen wie nie zuvor.“ Und schließlich habe man in zehn Jahren schon Schlimmeres überstanden. Einen Fehlgriff beim ersten Steuerberater beispielsweise, falsche Zahlen, Nachfinanzierung. „Die ersten Jahre, die finanzielle Bürde, der Druck, das war der Horror“, sagt Tim Raue. Die Pandemie, deren Auswirkungen viele Gastronomen in schwere finanzielle Nöte brachte, sei im Gesamtbild nur eine weitere Herausforderung, die es zu meistern galt.

Die Gastronomen feiern in diesen Tagen das zehnjährige Bestehen ihres „Restaurant Tim Raue“ an der Rudi-Dutschke-Straße – den Umständen entsprechend ohne die geplante Party. Am 3. September 2010 öffneten sie in Kreuzberg zum ersten Mal ihre Türen. Für die Berliner Gastronomie, die sich ständig neu erfindet, ist das eine halbe Ewigkeit. „Irgendwie ist die Zeit doch schnell vergangen“, sagt Tim Raue. Das liegt sicher auch daran, dass die beiden gebürtigen Berliner, die sich in der Ausbildung kennenlernten und bis 2016 verheiratet waren, sich keinen Stillstand erlauben. Statt ihr Restaurant in der Lockdownzeit nur zu schließen und die Mitarbeiter in Kurzarbeit zu s...

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