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Wohnmobil zu teuer? Diese Startups verwandeln Transporter in Camper

·Lesedauer: 2 Min.
Plugvan (links) bietet komplett fertige Module zum Nachrüsten, während das Startup Vanderer Fahrzeuge mit Aufklappdach und Camping-Ausstattung vertreibt.
Plugvan (links) bietet komplett fertige Module zum Nachrüsten, während das Startup Vanderer Fahrzeuge mit Aufklappdach und Camping-Ausstattung vertreibt.

Die Zulassungszahlen für Wohnmobile sind 2020 erneut gestiegen. Auch aufgrund der Corona-Einschränkungen sehnen sich immer mehr Menschen nach der Outdoor-Erfahrung. Nur sind Wohnmobile teuer in der Anschaffung und auf Verleih-Plattformen für die nächsten Monate teilweise schon ausgebucht. Wer sich in Zukunft mehr Unabhängigkeit wünscht und nicht ganz so viel Geld ausgeben will, kann auf Hybrid-Lösungen setzen. Zwei deutsche Startups zeigen, was möglich ist.

Das Berliner Startup Plugvan baut beispielsweise nachrüstbare Wohnmodule, mit denen sich Transporter in Camper umfunktionieren lassen. Die Kapseln beinhalten dann Schlaf- und Staumöglichkeiten, Kochnische und je nach Bedarf weitere Ausstattungsmerkmale wie Strom- und Wasseranschlüsse. Die Idee: Wer schon einen Kastenwagen hat, der kann ihn für Ausflüge und Urlaub mit wenig Aufwand umfunktionieren.

Das Modul passt in handelsübliche Kastenwagen und kostet je nach Ausstattung 12.999 Euro aufwärts. „Unsere Kunden sind momentan vor allem Handwerker und Gewerbetreibende, die ihr Fahrzeug mehrfach verwenden wollen“, sagt Plugvan-Mitgründer Florian Fey im Gespräch mit Gründerszene. Produziert wird in Deutschland, Kunden können sich ihr Modul online im Konfigurator zusammenstellen. Derzeitige Wartezeit: drei bis vier Monate. Dieses Jahr sollen noch 100 Module gefertigt und ausgeliefert werden, so Fey. Das würde einen Jahresumsatz im sechsstelligen Bereich ergeben.

Das Modul soll in naher Zukunft auch als Bausatz angeboten werden. Es wird dann auf einer Palette geliefert und kann wie ein Ikea-Möbelstück zusammengebaut werden. „Wir werden im nächsten Schritt auch unsere Webseite zur Sharing-Plattform ausbauen und den Kunden die Möglichkeit bieten, ihre Module und Kastenwagen zu vermieten“, sagt der Gründer. Für ihre Expansionspläne hat das 12-Köpfige Team aus Berlin vor Kurzem eine sechsstellige Finanzierung abgeschlossen. Eingestiegen sind unter anderem der Proptech-Inkubator High Rise Ventures und Schaeffer Holding, das Investmentvehikel des gleichnamigen Herstellers von Metallgehäusen.

Der Neuwagen mit Schlafoption

Wer es noch kompakter mag, kann sich bei der Anschaffung eines neuen Vans gleich für eine Hybrid-Lösung entscheiden. Das Allgäuer Startup Vanderer bietet beispielsweise einen umgebauten Citroën Berlingo. Auch bauähnliche Automodelle der Marken Toyota und Peugeot können als Wohnmobil-Hybrid angeschafft werden.

Bei Schnee vielleicht noch etwas kalt, aber sobald das Wetter stimmt, lässt sich mit dem Aufklappdach auch Outdoor im Van schlafen
Bei Schnee vielleicht noch etwas kalt, aber sobald das Wetter stimmt, lässt sich mit dem Aufklappdach auch Outdoor im Van schlafen

Das Fahrzeug hat ein integriertes Aufstelldach und damit zusätzliche Schlafplätze. Basispreis: 29.390 Euro. Die Idee ist nicht neu. Allerdings bietet Vanderer weitere Einbauoptionen fürs Camping an, etwa Schränke, Standheizung oder Wassertank. Für die Extras fallen weitere Kosten an. Der Vorteil mit einem Van: Man braucht keinen Wohnmobil-Stellplatz. Das gebootstrappte Startup Vanderer ist erst Anfang dieses Jahres gestartet und wird bald die ersten 15 Fahrzeuge ausliefern. Kunden müssen sich auf Lieferzeiten von etwa neun Monaten einstellen.

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