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Die verstaatlichte Ex-Gazprom-Tochter Sefe soll laut Medienbericht LNG in Russland kaufen

Das Unternehmen Sefe war früher eine Gazprom-Tochter, wurde aber im vergangenen Jahr verstaatlicht. - Copyright: picture alliance/dpa | Annette Riedl
Das Unternehmen Sefe war früher eine Gazprom-Tochter, wurde aber im vergangenen Jahr verstaatlicht. - Copyright: picture alliance/dpa | Annette Riedl

Um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten, wurde im vergangenen Jahr eine Tochter des russischen Unternehmens Gazprom verstaatlicht. Das Unternehmen plant nun, russisches LNG zu transportieren, wie "Bloomberg" berichtet.

Sefe transportiert bald russisches Flüssiggas

Die Securing Energy for Europe GmbH (Sefe) war nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine in finanzielle Schwierigkeiten geraten und Ende 2022 verstaatlicht worden. Laut "Bloomberg" plant das Unternehmen nun, im kommenden Monat russisches Flüssiggas zu transportieren. Hafendaten würden zeigen, dass ein Schiff von Sefe die russische Fracht am 1. Oktober in Belgien abholen soll, um sie nach Indien zu transportieren.

Egbert Laege wurde zunächst als Generalbevollmächtigter bei Sefe durch die Bundesnetzagentur eingesetzt. Inzwischen ist er CEO der Energiefirma.
Egbert Laege wurde zunächst als Generalbevollmächtigter bei Sefe durch die Bundesnetzagentur eingesetzt. Inzwischen ist er CEO der Energiefirma.

Die Lieferung wirft Fragen auf

Ein Sprecher von Sefe bestätigte in einer E-Mail an "Bloomberg", dass keine deutschen Häfen an dem Geschäft beteiligt seien und die Lieferung nicht für den deutschen Markt bestimmt sei. Dennoch wirft der Vorgang Fragen auf.

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Denn auch wenn die Fracht nach Indien gehe, sei es alarmierend, dass ein bundeseigenes Unternehmen Geschäfte mit Russland mache, schreibt "Bloomberg". Denn obwohl es nicht verboten sei, russisches LNG zu kaufen, habe sich die deutsche Regierung klar dagegen positioniert. Constantin Zerger von der Deutschen Umwelthilfe sagte "Bloomberg", es müsse dringend geklärt werden, welche Mitglieder der Bundesregierung von den Geschäften gewusst hätten. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte "Bloomberg" mit, der Vorfall werde untersucht.

Sefe muss die Lieferungen durchführen

Die Lieferungen seien Teil früherer vertraglicher Verpflichtungen von Sefe. Laut "Bloomberg" hat das Unternehmen einen langfristigen Vertrag, der den Bezug von russischem Flüssiggas regelt und noch aus der Zeit unter Gazprom stammt. Unabhängig davon habe Sefe auch langfristige Lieferverpflichtungen gegenüber dem indischen Gasimporteur Gail Ltd.

aeh