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ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen kommen kaum vom Fleck

MANNHEIM (dpa-AFX) -Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Juni nur geringfügig verbessert. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg gegenüber dem Vormonat nur um 0,4 Punkte auf 47,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg des Konjunkturindikators auf 50 Punkte gerechnet. Es war gleichwohl der elfte Anstieg in Folge. Höher notierte das Stimmungsbarometer zuletzt im Februar 2022.

Die Bewertung der Konjunkturlage trübte sich sogar überraschend etwas ein. Der entsprechende Indexwert fiel um 1,5 Punkte auf minus 73,8 Zähler. Volkswirte hatten hier mit einer deutlichen Aufhellung auf minus 65 Punkte gerechnet.

"Die Konjunkturerwartungen sowie die Lageeinschätzung für Deutschland stagnieren", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Diese Entwicklungen seien vor dem Hintergrund einer unveränderten Lagebewertung für den Euroraum als Ganzes zu betrachten.

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Die Einschätzung der konjunkturellen Lage in der Eurozone stagnierte im Juni. Der Lageindikator verharrte bei minus 38,6 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone hingegen verbesserten sich. Sie stiegen um 4,3 Punkte auf 51,3 Punkte.

Mit Blick auf Deutschland äußerte sich Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, optimistisch. Die Konjunkturerwartungen hätten sich nun zwar nur leicht verbessert, doch was zähle, sei die deutliche Erholung des Konjunkturbarometers in den vergangenen Monaten. "Die Botschaft lautet: Ein Aufschwung steht ins Haus."

Etwas skeptischer fiel die Bewertung der ZEW-Zahlen bei Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen aus: "Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft hellen sich auf, die Erholung gestaltet sich jedoch schwierig." Bei der unerwarteten Eintrübung der Lageeinschätzung könnte seiner Meinung nach die Verunsicherung nach der Europawahl eine Rolle gespielt haben. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte eine Schlappe erlitten und Neuwahlen angesetzt.

ZEW-Präsident Wambach ergänzte derweil, die Inflationserwartungen der Befragten seien leicht gestiegen. Dies sei vermutlich auf die Inflationsrate im Mai zurückzuführen, die höher ausgefallen sei als allgemein erwartet.