Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    18.163,52
    -90,66 (-0,50%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.907,30
    -40,43 (-0,82%)
     
  • Dow Jones 30

    39.150,33
    +15,57 (+0,04%)
     
  • Gold

    2.334,70
    -34,30 (-1,45%)
     
  • EUR/USD

    1,0697
    -0,0009 (-0,09%)
     
  • Bitcoin EUR

    60.089,05
    +296,78 (+0,50%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.348,48
    -11,84 (-0,87%)
     
  • Öl (Brent)

    80,59
    -0,70 (-0,86%)
     
  • MDAX

    25.296,18
    -419,58 (-1,63%)
     
  • TecDAX

    3.286,63
    -24,79 (-0,75%)
     
  • SDAX

    14.473,71
    -125,85 (-0,86%)
     
  • Nikkei 225

    38.596,47
    -36,55 (-0,09%)
     
  • FTSE 100

    8.237,72
    -34,74 (-0,42%)
     
  • CAC 40

    7.628,57
    -42,77 (-0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    17.689,36
    -32,23 (-0,18%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: US-Notenbankchef sorgt für Dämpfer

FRANKFURT (dpa-AFX) -Nach einer bislang erneut positiven Woche haben wieder entfachte Zinsbedenken den Dax DE0008469008 am Freitag erst einmal von seiner Erfolgsspur abgebracht. Der Leitindex fiel nach gut einer Handelsstunde um 0,60 Prozent auf 15 260,74 Punkte und reduzierte damit seinen Wochengewinn auf ein halbes Prozent.

Der MDax DE0008467416 gab am Freitag um 1,86 Prozent auf 25 339,59 Zähler nach, er war aber in den vergangenen beiden Tagen im Vergleich zum Dax deutlicher gestiegen. Für den Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es am Morgen um 0,7 Prozent bergab.

Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatten am Vorabend bereits die US-Börsen belastet. Die Federal Reserve (Fed) ist nicht völlig davon überzeugt, die Geldpolitik ausreichend gestrafft zu haben. Powell versicherte, man werde nicht zögern, die Zinsen nochmal anzuheben, wenn es sich als angemessen erweisen sollte. Auch eine schwache Nachfrage nach 30-jährigen US-Staatsanleihen galt im US-Handel als Schlüsselthema.

Die seit Anfang November spürbare Hoffnung, dass der Zinsgipfel in den USA erreicht ist, erlitt also einen Dämpfer. Nach der Powell-Rede laute am Markt die Devise, Risiko herauszunehmen, hieß es am Morgen von der Commerzbank. Anziehende Renditen bei US-Anleihen waren einmal mehr die Folge. Sie gelten schon länger als ein Schlüssel zur Kursentwicklung an den Aktienmärkten.

WERBUNG

Der Dax hatte am Donnerstag mit 15 364 Punkten seinen höchsten Stand seit Mitte Oktober weiter nach oben geschraubt. Sein Sprung über die mittelfristig relevante 50-Tage-Linie stand am Freitag aber wieder auf die Kippe. "Unter technischen Gesichtspunkten sind Hoffnungen auf eine dauerhafte Bodenbildung aber berechtigt", schrieben am Morgen die Charttechniker der Landesbank Helaba. Entscheidend dafür sei zum Beispiel die 21-Tage-Linie, die bei 15 025 Punkten verläuft.

Die Berichtssaison deutscher Aktiengesellschaften lief am Freitag mit den Zahlen der Allianz DE0008404005 weiter. Die Titel des Versicherers stiegen an der Dax-Spitze um 2,7 Prozent und halfen damit auch einigen anderen Sektorwertung wie Munich Re DE0008430026. Schwere Unwetter hatten der Allianz im dritten Quartal zwar einen Gewinneinbruch eingebrockt, den Analysten allerdings noch deutlicher befürchtet hatten. Kamran Hossain von der Bank JPMorgan wertete die Resultate als stark, genauso wie die Kapitalausstattung.

In dem schwächeren Marktumfeld waren positive Kursreaktionen ansonsten rar. Bechtle DE0005158703 gehörten mit minus 5,4 Prozent zu den relativ großen Verlierern. Laut dem Analyst Yannik Siering vom Investmenthaus Stifel verfehlte der Umsatz des IT-Dienstleisters die Erwartungen. Ein Börsianer betonte, die Verlangsamung sei viel ausgeprägter als gedacht. Er wertete dies als Anzeichen einer weiterhin lahmen Nachfrage nach IT-Produkten.

Nicht besser sah es für Jungheinrich DE0006219934 aus mit einem Rücksetzer um 6,7 Prozent. Alexander Hauenstein von der DZ Bank beurteilte hier die Entwicklung der Auftragseingänge und der Marge als leicht enttäuschend.

Bei Stabilus DE000STAB1L8 gab es nach Geschäftszahlen einen Kursverlust von 2,4 Prozent. Händler erwähnten hier den zuletzt guten Lauf der Papiere als Belastungsgrund. Einige Anleger machten wohl erst einmal Kasse.

Resultate mit negativen Reaktionen gab es außerdem noch aus dem Konzerngefüge von United Internet DE0005089031. Neben dem Mutterkonzern fielen die Papiere der Mobilfunktochter 1&1 DE0005545503 und des Internetdienstanbieters Ionos DE000A3E00M1 um bis zu drei Prozent. Letztere Aktien konnten ihre jüngste Rally am Freitag nur anfänglich fortsetzen.

Branchenseitig unter Druck standen Unternehmen, die rund um das Thema Wasserstoff ihr Geld verdienen. Der Brennstoffzellen-Spezialist Plug Power US72919P1030 aus den USA warnte im Zuge seines Quartalsberichts vor Lieferproblemen in Nordamerika, die ihn vor große Herausforderungen stellten. Dies wirkte sich negativ auf die Stimmung für deutsche Sektorwerte wie Thyssenkrupp Nucera DE000NCA0001 oder SFC Energy DE0007568578 aus, die bis zu fünf Prozent verloren.