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Renten am Morgen: Peripherie vor Kursgewinnen; Durationsangebot

Dirk Gojny
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Bis zum Handelsschluss am Dienstag haben die Staatspapiere aus den Kern- und Semi-Kernländern ihre Kursverluste aufholen können, so dass sie unverändert schlossen. Neben der sehr erfolgreich verlaufenen Emission der neuen 50-jährigen französischen Staatsanleihe profitierten die Bonds aus den beiden Gruppen von der Bewegung der Treasuries.

Ihre Renditen bewegten sich im Verlauf und nach der Rede der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen gen Süden, obwohl sie für ein umfassendes nächstes Konjunkturpaket warb. Letztlich schlossen die Treasuries gerade am langen Ende der Zinskurve kaum entfernt von ihrem Schlussstand am vergangenen Freitag. Der Anstieg der 10-jährigen Breakeven Rate auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 blieb letztlich ohne Folgen.

Angeführt von italienischen Staatsanleihen beendete die Peripherie den Dienstagshandel mit Kursgewinnen. Die Renditen der BTPs gaben über weite Teile der Zinskurve um mehr als vier Basispunkte nach. Die Investoren setzten darauf, dass Italiens Ministerpräsident auch die zweite Vertrauensabstimmung im Senat für sich entscheiden werde und behielten recht.

Allerdings reichte es für Giuseppe Conte nicht für eine absolute, sondern nur für eine relative Mehrheit im Senat. Damit dürfte das von den Kapitalmärkten am meisten gefürchtete Szenario vorgezogener Neuwahl erst einmal vom Tisch sein. Der Regierungschef gewinnt etwas Zeit, um sich doch noch eine stabile Mehrheit zu organisieren. Die nächsten Hürden warten jedoch. So muss beispielsweise der nächste Nachtragshaushalt zur Abmilderung der Auswirkungen der Pandemie die Zustimmung vom Parlament erhalten.

Die politischen Risiken in Rom schwelen weiter. Die Investoren dürfte das zumindest heute kaum beeindrucken. Die Outperformance der BTPs gegenüber ihren Peers dürfte sich heute fortsetzen. In der Nähe der Rendite-Allzeittiefs dürfte die Luft für weitere Renditerückgänge allerdings allmählich dünner werden.

Der Tag mit Bloomberg: Yellen bewegt die Märkte; Corona-Zahlen

Die Staatspapiere aus den Kernländern sollten am Mittwochmorgen ohne größere Kursänderungen starten. Die Peripherie dürfte ihre Outperformance fortsetzen, nicht zuletzt, da die Europäische Zentralbank wohl eine Strategie zur Kontrolle der Renditespreads verfolgt.

Konjunkturdaten

Orientierung werden die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum den Bondmärkten auch am Mittwoch nicht geben. Die endgültigen Konsumentenpreisdaten aus dem Euroraum für den Dezember werden keine Überraschung parat haben. In den USA herrscht abgesehen von eine Indikatoren zum Immobilienmarkt - NAHB Index, Änderung der Zahl wöchentliche Hypothekenanträge - ebenfalls Datenflaute.

Primärmarkt

Die neue 50-jährige Jahre französische Staatsanleihe erfreute sich mit einem Orderbuch von rund 75 Milliarden Euro ausgezeichneter Frage. Dennoch wurde der Emissionsspread der letztlich 7 Milliarden Euro schweren Transaktion lediglich von OAT+9 auf +7 Basispunkte eingeengt. Die Reaktion der Anleger auf die letzte, via Syndikat emittierte spanische Anleihe scheint bei der Preisfindung Berücksichtigung gefunden zu haben.

Erwartungsgemäß fand die Emission bei Pensionskassen und Versicherungen reißenden Absatz. Dort wurden zusammen 44% der Emission platziert. Das 50-jährige Papier eignet sich hervorragend zur Verkleinerung von ALM-Mismatches.

Heute geht es zur Abwechselung einmal ruhiger am Primärmarkt für Staatsanleihen zu, da keine weiteren Syndizierungen angekündigt wurden. Die deutsche Finanzagentur wird den Investoren heute die Aufstockung der aktuellen 30-jährigen Staatsanleihen um 1,5 Milliarden Euro anbieten. Obwohl sich ihre Rendite in den letzten Tagen etwas in Richtung Nulllinie bewegte, wird die Platzierung erneut zu einer negativen Rendite erfolgen. Dennoch dürfte die Emission auf ausreichend Nachfrage treffen.

Portugal wird sich am Geldmarkt bis zu 1,5 Milliarden Euro beschaffen. Es werden Papiere mit sechs und zwölf Monaten Laufzeit angeboten. Wie in den vergangenen Monaten werden die Kurzläufer ohne Schwierigkeiten Abnehmer finden.

Am Abend wird das Treasury die Aufstockung der aktuellen 20-jährigen Benchmark um 24 Milliarden Dollar vornehmen. Die Platzierung dürfte im Vorfeld einige Renditezugeständnisse erfordern. Schließlich setzen die Anleger immer noch auf den Reflation Trade. Daher dürfte das lange Ende der US-Zinskurve mindestens bis zum Abschluss der Transaktionen zu Kursverlusten neigen.

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©2021 Bloomberg L.P.