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Öko-Test: Gutes und preiswertes Vanilleeis

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)
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Vanille ist eine der beliebtesten Eissorten. Sie lässt sich wunderbar mit Früchten kombinieren oder auch pur genießen. Doch bei den Produkten, die in deutschen Supermarkt-Kühltruhen zu finden sind, gibt es riesige Qualitätsunterschiede, wie Öko-Test herausfand. Viele Hersteller nutzen Tricks, damit die Zutaten möglichst billig sind. Zwei beliebte Sorten fielen bei der Laboranalyse wegen Schadstoffen mit „Ungenügend“ durch.

Sahne, Milch, Zucker, Ei und Vanille – so lautet die Rezeptur für Vanilleeis. Allerdings hat Industrieeis oft wenig mit dieser Zutatenliste zu tun, wie Öko-Test bei der Analyse von 19 Vanilleeis-Sorten herausfand. Die Hersteller tricksen, sie verwenden billiges Pflanzenfett, statt Milchfett und künstliches Vanillearoma statt der echten teuren Vanille. Viele pumpen auch Luft ins Eis, wie die Verbraucherschützer herausfanden. Das macht Eis zwar cremig, aber aus 500 Millilitern werden dann auch schnell 1000 Milliliter.

Zwei der 19 Produkte fielen mit „Ungenügend“ glatt durch, da sie zu wenig Vanille, zu viel Zucker und vor allem auch zu viele krebserregende Mineralöl-Stoffe enthielten: Mövenpick Bourbon Vanille und Cremissimo Bourbon Vanille.

Daran erkennen Sie nachgemachtes Speiseeis

Auf die korrekte Bezeichnung kommt es an. Nur echtes Milcheis darf die Bezeichnungen „Milcheis“, „Eiscreme“ oder „Cremeeis“ tragen. Wird Pflanzenfett zugesetzt, darf es nur „Eis“ heißen. „Beim kritischen Blick in die Kühltruhe fällt schnell auf, dass nur die wenigsten Hersteller echtes Milcheis anbieten. Wortverwandte Fantasienamen wie ,Cremissimo‘ lassen zudem Cremeeis vermuten, obwohl es keines ist“, so die Verbraucherzentrale.

Insgesamt schnitten beim Öko-Test nur fünf der 19 Sorten mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab. „Positiv fallen die günstigen Discounterprodukte auf, die mit recht hohen Vanillegehalten punkten“, so die Experten. Wir stellen Ihnen die günstigsten mit „Gut“ bewerteten Sorten vor.

(Bild: Öko-Test)
(Bild: Öko-Test)

Romanza Vanille Eiscreme

Die Sorte von Netto Markendiscount darf sich Eiscreme nennen, weil kein Pflanzenfett zugesetzt wurde. Punkten konnte das Eis laut Öko-Test zudem „mit recht hohen Vanillegehalten“. Auch sonst schnitt Romanza bei der Laboranalyse mit „Gut“ ab.

Erfreulich ist zudem der Preis: 500 Gramm kosten 1,48 Euro.

(Bild: Öko-Test)
(Bild: Öko-Test)

Landliebe Eiscreme Bourbon-Vanille

Landliebe schaffte es ebenfalls unter die fünf besten und kommt ohne Pflanzenfett aus. „Gute“ Inhaltsstoffe und „guter“ Vanillegehalt attestierte das Labor dem Produkt.

Preislich gehört Landliebe mit 3,91 Euro pro 500 Gramm nicht zu den allergünstigsten, aber zu den günstigsten „Guten“. Die Packung mit 750 Millilitern Inhalt (370 Gramm) wird zwischen 2,50 Euro und 3 Euro verkauft.

(Bild: Öko-Test)
(Bild: Öko-Test)

Gut & Günstig Vanille Bourbon-Vanilleeis

„Gute“ Werte erzielte bei der Laboranalyse auch die Eigenmarke Gut & Günstig von Edeka. Es hat einen „guten“ Vanillegehalt, aber dieses Eis besteht nicht rein aus Milchfett, ihm wurde bei der Herstellung auch Kokosfett zugefügt.

Mit 91 Cent pro 500 Gramm gehört das Produkt zu den günstigsten Sorten beim Öko-Test.

Den vollständigen Bericht von Öko-Test zum Thema „Vanilleeis“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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