Deutsche Märkte geschlossen

Achtung, Krebsgefahr! Buntstifte, Filzstifte und Tinten im Test

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)
(Bild: gettyimages)

Pünktlich zum Schulanfang hat Stiftung Warentest Buntstifte, Filzstifte und Tinten ins Labor geschickt. Dort wurde geprüft, ob sie Schadstoffe enthalten. Die Ergebnisse sind alarmierend. Von 17 getesteten Buntstift-Sets bekamen fünf die Note „Mangelhaft“. Sie enthalten Stoffe, die Krebs erzeugen oder im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Bei den Tinten ist nur eine einzige Patrone empfehlenswert, alle anderen enthalten Konservierungsmittel, die Allergien auslösen können.

Stifte zum Malen und Schreiben werden vor allem von kleineren Kindern wie Spielzeug behandelt. Sie knabbern daran herum und die Farben gelangen auf die Haut. Das wäre nicht tragisch, wenn die Stifte aus unbedenklichen Stoffen gemacht wären. Das sind sie aber nicht immer, wie eine eingehende Laboranalyse von Stiftung Warentest für das Verbrauchermagazin test jetzt ergab.

Die Verbraucherschützer ließen 35 Produkte auf Schadstoffe überprüfen. Fünf der Buntstift- und Fasermalersets fielen mit „Mangelhaft“ durch, weil sie zu viele gesundheitsschädliche Stoffe enthielten. Am schlechtesten (Note: 5,5) schnitt eins der teuersten Produkt ab: Das Set Lamy Plus Farbstifte für 9,50 Euro enthält die höchste Konzentration an krebserzeugenden PAK. Ebenfalls mit „Mangelhaft“ schnitten folgende Sets ab: Müller Buntstift-Set, Tedi Kids Buntstifte, Rossmann Schreibwelt Dreikant-Farbstifte, Staedtler Noris Club Buntstifte, Bic Kids Visa Fasermaler und Idena Fasermaler.

13 der getesteten Schreib- und Mal-Utensilien bekamen beim Test die Noten „Sehr gut“ und „Gut“ und sind somit empfehlenswert. Wie immer stellen wir Ihnen die besten vor:

(Bild: Stiftung Warentest)
(Bild: Stiftung Warentest)

Faber-Castell Colour Grip Wasservermalbare Buntstifte

In der Kategorie Buntstifte holte ein Klassiker den Testsieg. Die Stifte ließen bei der Schadstoffprüfung die Konkurrenz weit hinter sich und schnitten mit 1,7 fast eine halbe Note besser ab, als der Zweitplatzierte Stabilo Trio Dicke Farbstifte (Note 2,1)

Preis pro Packung: 9 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)
(Bild: Stiftung Warentest)

Herlitz Fasermaler

Herlitz schafte es mit seinen Filzstiften auf einen der Spitzenplätze in der Testtabelle. Absolut empfehlenswert, meint Stiftung Warentest. Denn das Set hat die Schadstoffprüfung mit Bravour bestanden. Note: 1,0.

Preis pro Packung: 1,49 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)
(Bild: Stiftung Warentest)

Edding Funtastics Fasermaler

Noch ein Testsieger in der Kategorie Filzstifte: Das Produkt von Edding glänzte in der Schadstoffprüfung ebenfalls mit einer glatten 1,0.

Preis pro Packung: 5,20 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)
(Bild: Stiftung Warentest)

Schneider Tintenpatronen königsblau löschbar

Fünf der sechs getesteten Tintenpatronen bekamen die Note „Mangelhaft“. Grund: Sie enthalten Konservierungsstoffe, die Allergien auslösen können. Stiftung Warentest rät dazu, solche Produkte zu meiden. Nur die Tintenpatronen von Schneider schnitten beim Test mit „Sehr gut“ ab und sind somit unbedenklich.

Preis pro Packung: 0,70 Euro.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Schadstoffe in Stiften und Tinten“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

Lesen Sie auch:

Öko-Test Lippenstifte: 13 sind „ungenügend“

Test Sonnenschutzmittel: Die preiswertesten sind am besten!

Blitzschnell sauber: Die besten Reiniger für Cerankochfelder

Für einen kühlen Kopf: Klimageräte im Test

Produktrückrufe und Verbraucherwarnungen

Top-Durstlöscher: Das sind die besten Mineralwässer

Öko-Test: „Sehr guter“ Sonnenschutz muss nicht teuer sein

Katzenfutter: Vier von 25 sind „sehr gut“

Cashback-Portale: Lohnenswerte Rabatte beim Online-Kauf

360-Grad-Kameras im Test

Im Test: Schnurlose Telefone

Gartenbewässerungssysteme auf dem Prüfstand