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Neuer Opel-CEO: Renault-Manager Hochgeschurtz übernimmt Steuer beim Autobauer

·Lesedauer: 2 Min.
Uwe Hochgeschurtz war Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG, jetzt wechselt er zu Opel
Uwe Hochgeschurtz war Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG, jetzt wechselt er zu Opel

Erst letzte Woche hat Michael Lohscheller die vollständige Elektrifizierung von Opel angekündigt. Nun verlässt er den Stellantis-Konzern und macht Platz für einen Nachfolger, der von der Konkurrenz kommt.

Beim Autobauer Opel nimmt ein neuer Chef Platz am Steuer. Der bisherige Deutschland-Chef des Konkurrenten Renault, Uwe Hochgeschurtz, soll die Traditionsmarke mit dem Blitz ab dem 1. September führen, wie das Unternehmen am Dienstag am Stammsitz Rüsselsheim mitteilte. Der bisherige Vorstandschef Michael Lohscheller habe sich entschieden, eine Aufgabe außerhalb des Stellantis-Konzerns anzunehmen, hieß es ohne weitere Details.

Stellantis-Chef Carlos Tavares dankte Lohscheller, dass er zusammen mit den Opel-Mitarbeitern ein starkes, nachhaltiges Fundament für das Unternehmen geschaffen habe. „Dieser beeindruckende Turnaround ebnet nun den Weg für eine weltweite Expansion der Marke.“

Der vorherige Opel-Finanzchef Lohscheller war 2017 an die Spitze des Unternehmens gekommen, nachdem Stellantis-Vorgänger PSA das Unternehmen von General Motors übernommen hatte. Lohscheller organisierte den Umbau des Unternehmens, bei dem ohne betriebsbedingte Kündigungen tausende Arbeitsplätze gestrichen wurden. Die drei Standorte Rüsselsheim, Kaiserlautern und Eisenach blieben bestehen, während große Teile des Entwicklungszentrums sowie das Testzentrum in Dudenhofen bei Frankfurt verkauft wurden.

Der scheidende Chef verweist auf Gewinne

In einer Botschaft an die Mitarbeiter verwies der 52 Jahre alte Lohscheller am Dienstag auf einen kumulierten Gewinn von 2,5 Milliarden Euro aus den vergangenen drei Jahren. Unter der Leitung des früheren Eigners General Motors hatte Opel mit seiner britischen Schwestermarke Vauxhall fast zwei Jahrzehnte lang nur Verluste eingefahren.

„Die Restrukturierung war nicht einfach, aber alternativlos“, erklärte der scheidende Chef in seiner Botschaft, die dpa vorlag. Opel habe sich verkleinert und Stellen auf ein angemessenes Level abgebaut. „Und damit haben wir nachhaltig Zehntausende Jobs gesichert - nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch bei unseren Handelspartnern und Zulieferern.“ Opel soll nach Unternehmensankündigungen bereits im Jahr 2028 als vollständig elektrische Marke in Europa auftreten. Zudem ist eine weitere Expansion auf internationale Märkte einschließlich China geplant.

Gewerkschaft setzt auf ruhigere Zeiten

Der neue Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz blickt auf mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Automobil-Geschäft zurück, die er bei Ford, Volkswagen und Renault sammelte. Für den französischen Konkurrenten arbeitete er seit 2003 und war zuletzt Chef der Vertriebsregion Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH). Zudem war der 58-Jährige noch im Juni als Vizepräsident des Auto-Importeurverbandes VDIK bestätigt worden, dem Opel nicht angehört. Er soll auch dem Top-Executive-Team an der Konzernspitze angehören, in dem Lohscheller zuletzt nicht mehr vertreten war.

Die Gewerkschaft IG Metall setzt auf ruhigere Zeiten: „Nach dem Wechsel an der Spitze von Opel muss endlich Ruhe im Unternehmen einkehren», erklärte der Chef des Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger. „Wir hoffen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Hochgeschurtz. Er kennt die Automobilindustrie und sollte die Zukunftsfragen zusammen mit den Arbeitnehmervertretern angehen. Wir sind dazu bereit.“

Mit Material von dpa

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