Deutsche Märkte schließen in 31 Minuten
  • DAX

    15.108,38
    -41,65 (-0,27%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.151,44
    -26,57 (-0,64%)
     
  • Dow Jones 30

    33.943,16
    -34,92 (-0,10%)
     
  • Gold

    1.941,70
    -3,90 (-0,20%)
     
  • EUR/USD

    1,0873
    -0,0001 (-0,0109%)
     
  • BTC-EUR

    21.314,63
    -486,98 (-2,23%)
     
  • CMC Crypto 200

    524,15
    -13,72 (-2,55%)
     
  • Öl (Brent)

    78,81
    -0,87 (-1,09%)
     
  • MDAX

    28.763,25
    -312,61 (-1,08%)
     
  • TecDAX

    3.182,66
    -20,79 (-0,65%)
     
  • SDAX

    13.088,33
    -214,82 (-1,61%)
     
  • Nikkei 225

    27.433,40
    +50,84 (+0,19%)
     
  • FTSE 100

    7.775,92
    +10,77 (+0,14%)
     
  • CAC 40

    7.084,23
    -12,98 (-0,18%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.452,29
    -169,42 (-1,46%)
     

Mit 121.000 Euro Jahresgehalt: Bahnmitarbeiter leidet wegen zu wenig Arbeit

Es klingt für viele Arbeitnehmer nach einem absoluten Traum: Nicht arbeiten und trotzdem Gehalt kassieren. Doch für einen Bahnmitarbeiter in Irland ist dieser Traum zu einem kompletten Albtraum geworden.

Fehlende Aufgaben im Job können Boreout verursachen. (Bild: Getty)
Fehlende Aufgaben im Job können Boreout verursachen. (Bild: Getty)

121.000 Euro Gehalt pro Jahr fürs Nichtstun. Klingt gut? Für Dermot Alastair Mills ist das eher eine traurige Realität. Das irische Portal Irish Central hat aktuell über den Fall des Bahnmitarbeiters berichtet, der zeigt, dass Nichtstun bei voller Bezahlung ziemlich unangenehm sein kann.

Nach Angaben des Portals begann die Geschichte im Jahr 2014. Dermot Alastair Mills, ein Finanzmanager der irischen Eisenbahngesellschaft, hatte bei seinem Arbeitgeber eine Beschwerde eingelegt und sich über die Buchhaltungspraktiken bei Irish Rail beklagt.

Bahn dementiert Vorwürfe

In Irland sind solche Beschwerden im Rahmen des „Protected Disclosures Act 2014” natürlich erlaubt und sollten eigentlich keine Konsequenzen nach sich ziehen. Die Bahngesellschaft räumte ein, dass Mills eine Beschwerde eingereicht hatte, bestreitet aber, ihn dafür bestraft zu haben, schreibt Irish Independent.

Probleme am Arbeitsplatz: Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf Mobbing am Arbeitsplatz

Es kam jedoch anders. Mills Aufgaben wurden nach seiner Beschwerde laut Irish Central „auf Null reduziert“. Seitdem sieht ein Arbeitstag des Finanzmanagers so aus: "Ich kaufe zwei Zeitungen […] und ein Sandwich. Ich gehe an meinen Arbeitsplatz, schalte meinen Computer ein und sehe mir die E-Mails an“, wird Mills in dem Bericht zitiert. Das Problem: Er bekommt keine Mails mehr. Auch keine Nachrichten von Kollegen. Mills, der laut dem Portal einst für große Budgets im Unternehmen verantwortlich war, hat mittlerweile keine Aufgaben mehr. Es ist kein angenehmer Zustand für den Iren, der laut dem Bericht, unter dieser massiven Unterforderung am Arbeitsplatz leidet.

Boreout: Symptome wie beim Burnout

Der Fall Mills ist ein Beispiel für das sogenannte Boreout-Syndrom. Dieses Phänomen ist in der Arbeitswelt nach Angaben des Spiegels bislang noch wenig erforscht, jedoch können bei Betroffenen ähnliche Symptome auftreten wie bei einem Burnout. Bei Betroffenen kann Boreout Stress auslösen, da ihnen im Job nichts mehr zugemutet wird.

„Paradoxerweise täuschen Boreout-Betroffene häufig vor, beschäftigt zu sein“, schreibt der Spiegel. Diese Vertuschungsstrategien führen jedoch laut Experten zu Stress „und können die Gesundheit belasten“.

VIDEO: Gibt es im Büro auch Kältefrei?