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Kohlendioxid-Recycling per Tierfutter: Total finanziert Startup

Agnieszka de Sousa
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Das britische Unternehmen Deep Branch hat als neue Geldgeber unter anderem den französischen Ölgiganten Total SE an Land ziehen können. Das Startup will Kohlendioxid in Futter für Hühner, Fische und Schweine umwandeln.Das Unternehmen verwendet ein Fermentationsverfahren, welches der Herstellung von Wein ähnelt mit der Ausnahme, dass sich die Mikroben dabei anstelle von Zucker von Kohlendioxid und Wasserstoff und ernähren. Das Ergebnis ist Proton, ein Produkt, was zu 70% aus Protein besteht und herkömmliches Viehfutter wie Fischmehl und Sojabohnen ersetzen soll. Die Abhängigkeit der Landwirtschaft von diesen beiden Futtermitteln resultiert in Überfischung und großflächiger Entwaldung.

“Wir können mit diesen Zutaten preislich konkurrieren, ohne schlecht für den Planeten zu sein”, sagte Vorstandschef Peter Rowe in einem Interview.

Deep Branch gab am Dienstag bekannt, 8 Millionen Euro für ein Pilotprojekt zur Skalierung seiner Technologie eingesammelt zu haben. Der Investmentfonds Novo Holdings A/S und DSM Venturing führten die Finanzierungsrunde an, an der sich auch Barclays Sustainable Impact Capital beteiligte. Damit beläuft sich die Finanzierung des Unternehmens nun auf rund 13 Millionen Euro.

Auch andere Startups wollen Fermentation einsetzen, um nachhaltigere Proteine zu entwickeln, etwa Air Protein aus den USA und Solar Foods aus Finnland sowie String Bio in Indien.

Deep Branch sagt, sein Verfahren emittiere 90% weniger Kohlenstoff als traditionelle Landwirtschaft. Die meisten Emissionen sind auf die Verwendung von Ammoniak zurückzuführen, das die Stickstoffkomponenten seiner Proteine liefert. Derzeit wird Ammoniak typischerweise mit Erdgas in einem CO2-intensiven Prozess hergestellt. Unternehmen arbeiten jedoch bereits an Produktionsprozessen ohne Emissionen.

Das Startup hat eine Vertrag mit dem britischen Energieerzeuger Drax Group Plc zur Verwendung von Kohlendioxidabfällen aus einem Bioenergiekraftwerk. Damit recycelt das Unternehmen im Grunde das Treibhausgas, indem es in Futter umgewandelt wird, bevor es nach Verfütterung der Proteine wieder freigesetzt wird. Der Ansatz kommt jedoch ohne Entwaldung und die hohen Mengen fossiler Brennstoffe aus, aus denen heute Düngemitteln hergestellt werden.

Deep Branch entwickelt auch entsprechendes Fischfutter zusammen mit Biomar Holding A/S und arbeitet mit AB Agri Ltd. an Futter für Geflügel. Für 2023 ist in Europa eine Fabrik im industriellen Maßstab geplant.

Überschrift des Artikels im Original:Total Backs Startup Recycling Carbon Dioxide Into Animal Feed

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©2021 Bloomberg L.P.