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Jahresrückblick 2021: Biontech und Bitcoin gewinnen

·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 4 Min.

Das Börsenjahr 2021 ist fast Geschichte – und es ist erneut eines für die Geschichtsbücher. In den vergangenen zwölf Monaten konnten Anleger, die auf die richtigen Trends, Branchen und Einzelaktien gesetzt hatten, erneut satte Gewinne einstreichen.

Vials of Biontech-Pfizer's Comirnaty vaccine against COVID-19 are seen during vaccination at the Institute for Health and Food Safety of Zenica, Bosnia and Herzegovina, December 16, 2021. REUTERS/Dado Ruvic
Einer der ganz großen Börsengewinner 2021: Impfstoff-Hersteller Biontech (Foto: REUTERS/Dado Ruvic)

Was bleibt von 2021? Gesellschaftlich dreht sich in diesem Jahr alles um Corona. Die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Pandemie durch die Einführung der Impfstoffe erfüllte sich nicht. Auch vor dem Jahreswechsel blickt die Welt angsterfüllt auf die neuste Coronavariante, Omikron, während sich die Kapitalmärkte erstaunlich resilient gezeigt haben. 

Keine zwei Wochen vor Jahresende notieren die Leitindizes dies- und jenseits des Atlantiks zweistellig im Plus. Um 13 Prozent liegt der Dax im Plus, um 16 Prozent der Dow Jones, um bemerkenswerte 23 Prozent der S&P 500 als auch der Nasdaq 100.

Auch 2021 war das Jahr von Big Tech

Erstaunlicherweise ist es der Mehrzahl der hoch kapitalisierten Big Tech-Unternehmen gelungen, sogar noch besser als die starke US-Technologiebörse abzuschneiden. Apple etwa liegt kurz vor dem Jahresende um 29 Prozent vorne und war in der vergangenen Woche bis auf einen Wimpernschlag an die Bewertungsmarke von drei Billionen Dollar herangerückt – und das, obwohl der Kultkonzern aus Cupertino in diesem Jahr mit dem iPhone 13 lediglich eines der marginalsten Upgrades aller Zeiten auf den Markt gebracht hat. 

Noch besser performt hat Elektroautopionier Tesla, der kurz vor Jahresschluss um 32 Prozent vorne liegt und Ende Oktober bei Kursen von über 1000 Dollar gar die historische Bewertungsmarke von einer Billion Dollar knackte. Im Zuge der anhaltenden Tesla-Rally stieg Elon Musk gleichfalls auf den Vermögensolymp, löste Jeff Bezos als reichsten Mann der Welt ab und knackte zeitweise als erster Mensch der Welt den Fabelrekord eines Nettovermögens von mehr als 300 Milliarden Dollar.

Nvidia Tech-Champion 2021

Trotzdem gab es unter den Billionen-Dollar-Big-Techs zwei Unternehmen, die abseits der Schlagzeilen noch deutlich besser abschnitten. Microsoft konnte im bereits siebten Jahr unter der Führung von CEO Satya Nadella knapp 50 Prozent zulegen, während Google-Mutter Alphabet im dritten Jahr unter Vorstandschef Sundar Pichai kurz vor Jahresschluss gar um mehr als 60 Prozent vorne liegt.  

Noch deutlich stärker legte der potenziell nächste Billionen-Dollar-Konzern aus dem Technologiesektor zu. Chiphersteller Nvidia, dessen Börsenwert zeitweise auf mehr als 700 Milliarden Dollar angewachsen ist, profitierte von einer nie dagewesenen Nachfrage nach Speicherchips und konnte im Jahresverlauf um mehr als 100 Prozent zulegen und sich damit die Krone im Nasdaq-100-Index sichern.

Sartorius und K+S sind die deutschen Börsenchampions – Biontech mit Megarallye

Eine ähnlich gute Performance gelang im deutschen Nebenwerteindex einem alten Bekannten: K+S. Das einstige Dax-Mitglied, das nach dem Allzeithoch im Jahr 2008 mehr als eine Dekade im Rückwärtsgang verkraften musste, durchbrach 2021 dank deutlich steigender Kalipreise den Abwärtstrend. Und wie! Mit einem Kursplus von mehr als 100 Prozent ist K+S vor Hugo Boss (+ 80 Prozent) der beste MDax-Performer.

Eine Etage höher ist ein Neuling zum besten Performer des Jahres aufgestiegen. Im September vollzog der deutsche Eliteindex mit der Aufstockung von 30 auf 40 Werte die größte Reform seit Jahrzehnten, die auch den Labordienstleister Sartorius in den Dax spülte. Der Göttinger Life-Sciences-Konzern profitiert wie die Siemens-Tochter Healthineers von der großen Nachfrage nach Corona-Tests. Entsprechend beförderten Anleger Sartorius um 80 Prozent nach oben, während Siemens Healthineers kurz vor Jahresende um mehr als 50 Prozent vorne liegt.

Zur am besten performenden höher kapitalisierten Aktie schwang sich unterdessen der ultimative Corona-Gewinner auf – Biontech. Die Aktie der Mainzer Corona-Impfstoff-Erfinder liegt seit Januar um mehr als 250 Prozent vorne, ist allerdings an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq geführt, wo auch der andere mRNA-Impfstoff-Entwickler Moderna Kurszuwächse von mehr als 100 Prozent verbuchte.

Kryptowährungen Assets des Jahres

Kurszuwächse in diesen Dimensionen verbuchte die Anlageklasse des Jahres zuhauf – allein: die Schwankungsbreite fiel bei Kryptowährungen aber auch umso höher aus. Bei Kursen von 29.000 Dollar startete Bitcoin ins Jahr und notierte dreieinhalb Monate später Kursen von 64.000 Dollar um mehr als 100 Prozent höher. 

Der Himmel schien die Grenze zu sein – doch die Betonung lag einmal mehr auf dem Konjunktiv. Zwei Monate später – Mitte Juli nämlich – leuchteten in den Wallets von Bitcoin-Besitzern Kurse von weniger als 30.000 Dollar auf. War es das mit dem Bullenmarkt?

Mitnichten: Vier Monate später knackte der Bitcoin nämlich nicht nur das alte Allzeithoch, sondern verbesserte es Anfang November gar auf 69.000 Dollar. Doch kurz vor dem Jahresende hat Bitcoin bei Notierungen von nur noch 47.000 Dollar wieder den Löwenanteil der Kurszuwächse abgeben. Immerhin: Es bleibt ein Plus von 55 Prozent. 

Deutlicher größer sind dagegen die Kurszuwächse bei der zweitgrößten Kryptowährung ausgefallen: Ethereum legte bis heute um enorme 500 Prozent zu. Andere Kryptowährungen wie Dogecoin oder Blockchain-Projekte wie Solana oder Polygon verbuchten gar Zugewinne von mehreren tausend Prozent binnen gerade einmal zwölf Monaten.

Video: Nach Vorwürfen: Biontech-Chef Ugur Sahin zeigt sein Impffoto

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