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Geldwäsche: Schweizer Großbank UBS muss nur Ministrafe zahlen

ZÜRICH (dpa-AFX) -Die Schweizer Großbank UBS CH0244767585 ist wegen fehlender Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit dubiosen Geldern eines früheren Machthabers im Jemen zu einer Buße verurteilt worden. Der Betrag ist angesichts der Größe der Bank allerdings erstaunlich: ganze 50 000 Franken (rund 51 000 Euro) muss die UBS zahlen, die Ende 2023 eine Bilanzsumme von 1718 Milliarden US-Dollar (fast 1 600 Milliarden Euro) hatte. Das Finanzministerium bestätigte den Strafbescheid und die Höhe der Buße am Donnerstag auf Anfrage. Zuerst hatte der Sender SRF darüber berichtet. Die Bank wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Nach den Recherchen von SRF hat die Bank Vermögen des Ex-Präsidenten von Jemen, Ali Abdullah Saleh, verwaltet. Der langjährige Machthaber stand international unter Korruptionsverdacht. Gleichwohl habe die UBS 2004 ein Konto für ihn sowie seine Ehefrauen, Kinder und Enkelkinder eröffnet. Ein Sohn habe 2009 in Zürich einen Scheck über zehn Millionen Dollar des Sultans von Oman überreicht. Das Geld sei auf Anweisung Salehs teilweise auf diese Konten verteilt worden.

Die Verantwortlichen hätten es trotz begründeten Verdachts "auf Herkunft von Geldern aus Verbrechen (Korruption)" versäumt, die Meldestelle für Geldwäscherei zu benachrichtigen, teilte ein Sprecher des Finanzdepartements mit. Das Verschulden der Bank sei als erheblich eingestuft worden. Die verantwortlichen Personen hätten aber nicht ermittelt werden können. Die Summe entspreche in so einem Fall dem Höchstbetrag, so der Sprecher des Departements.