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Fünf Themen des Tages: Deutsche enttäuscht, DWS-Vorwürfe egal

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Deutsche Bank enttäuscht, Regierung kürzt Wachstumsprognose, europäische Aktien fallen, DWS-Kunden ignorieren Greenwashing-Vorwürfe, Evergrande-Gründer soll ans Eingemachte gehen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Deutsche Bank enttäuscht

Erträge und Nettogewinn der Deutschen Bank im dritten Quartal lagen leicht über den Erwartungen der Analysten, doch dem Markt war das nicht gut genug. Die Bank habe ein solides Quartal hinter sich, aber der Konsens sei in erster Linie wegen geringerer Kreditverluste übertroffen worden, schreibt etwa die Citigroup. Das Ziel, für Aktionären 2022 eine nennenswerte Kapitalrendite zu erwirtschaften, erscheine angesichts der bevorstehenden regulatorischen Maßnahmen “ehrgeizig”. Die Aktien verloren bis zu 5,6%. Laut CFO James von Moltke treibt die Investmentbank die Einstellung von Mitarbeitern in Bereichen wie M&A und Renten in den USA voran. “Wir finden, dass wir in diesem Kampf um Talente wettbewerbsfähig sind. Wir wollen wettbewerbsfähig bezahlen”, so von Moltke gegenüber Bloomberg TV.

Regierung kürzt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wachstum als bislang vorhergesagt, da die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie und eine Angebotsverknappung die Wiederbelebung der Wirtschaft bremsen. Die Senkung des Ausblicks für 2021 auf 2,6% von 3,5% spiegelt die Verknappung einiger Rohstoffe und steigende Energiepreise wider, sagte der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Mittwoch in der ARD. Die Prognose für nächstes Jahr wurde auf 4,1% angehoben von 3,6% - wenn die internationalen Lieferketten dann hoffentlich wieder funktionieren. Unterdessen geht die Regierung laut Handelsblatt für das laufende Jahr von einem gesamtstaatlichen Defizit von 7,25% des BIP aus, statt der bislang befürchteten 9%. Im nächsten Jahr soll es auf 3,25% zurückgehen.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien gaben am Mittwoch nach. Anleger nahmen nach der Erholung in diesem Monat Gewinne mit und einige Unternehmensmeldungen enttäuschten. Der Stoxx 600 lag gegen Mittag um 0,4% im Minus, nachdem der Index am Dienstag in der Nähe eines Rekordhochs geschlossen hatte. Bergbauwerte belasteten im frühen Handel am meisten, da die Preise für Aluminium und Eisenerz einbrachen. “Nach dem jüngsten Aufschwung ist das Aufwärtspotenzial der europäischen Indizes bis zum Jahresende eher begrenzt”, sagte Roland Kaloyan von der Societe Generale. “In der Tat liegt unser Jahresendziel für den Stoxx 600 bei 480 Punkten”. In Deutschland stiegen Talanx, die Beiersdorf im Mdax ersetzen werden. BASF fielen nach Quartalszahlen, die einige Erwartungen enttäuschten.

DWS-Kunden ignorieren Greenwashing-Vorwürfe

Anleger haben im dritten Quartal mehr Geld als erwartet in Fonds des Vermögensverwalters der Deutschen Bank gesteckt. Die DWS meldete Zuflüsse in Höhe von 12 Milliarden Euro, verglichen mit einem Analysten-Konsens von 7,5 Milliarden Euro. Trotz Greenwashing-Vorwürfen investierten Kunden also mehr Geld in DWS-Produkte, die an Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien geknüpft sind, was die Zuflüsse von 4 Milliarden Euro im Vorquartal auf 5 Milliarden Euro ansteigen ließ. Es waren die ersten DWS-Zahlen seit den Vorwürfen, welche die Aktien des Vermögensverwalters im August abstürzen ließen. “Wir haben keine wesentlichen Auswirkungen der Anschuldigungen auf unsere Kundenaktivitäten im dritten Quartal gesehen”, sagte Finanzchefin Claire Peel gegenüber Bloomberg TV.

Evergrande-Gründer soll ans Eingemachte

Chinas Behörden haben informierten Kreisen zufolge den Gründer der China Evergrande Group aufgefordert, die Schuldenkrise um den strauchelnden Immobilienentwickler mit seinem persönlichen Vermögen zu lindern. Hui Ka Yan dürfte laut Bloomberg-Milliardärsindex noch über ein Vermögen von rund 7,8 Milliarden Dollar verfügen, vergleichen mit den für 2017 geschätzten 42 Milliarden Dollar. Ob die Verbindlichkeiten von Evergrande damit deutlich reduziert werden können, ist unklar: im Juni stand der Schuldenberg bei schwindelerregenden 300 Milliarden Dollar. Ein Geschäftspartner von Hui hat der China Construction Bank ein Anwesen in Hongkong als Sicherheit für einen Kredit verpfändet, wie aus einem Dokument des Grundbuchamts hervorgeht. Die Höhe des Darlehens ist nicht bekannt.

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