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Ich bin zum ersten Mal mit einer israelischen Airline geflogen – diese zwei Dinge unterscheiden sich deutlich von Lufthansa und Co.

Mit einer Boeing 737-800 wie dieser bin ich von Tel Aviv nach Frankfurt geflogen.
Mit einer Boeing 737-800 wie dieser bin ich von Tel Aviv nach Frankfurt geflogen.

Wenn man in Deutschland lebt, fliegt man oft mit einer der deutschen Airlines wie Lufthansa, Condor oder Eurowings – einfach, weil sie das dichteste Streckennetz haben. Die fast 25.000 Kilometer, die ich als Vielflieger in diesem Jahr schon geflogen bin, verteilen sich auf Lufthansa und die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines. Umso gespannter war ich auf meinen Flug mit einer Airline, mit der ich bis dahin noch nie geflogen war: mit der größten israelischen Fluggesellschaft El Al.

Der viereinhalb Stunden lange Flug führte mich vom Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus nach Frankfurt am Main. Geflogen bin ich mit einer gut 13 Jahre alten Boeing 737-800, was für mich persönlich recht besonders war, weil ich auf Kurz- und Mittelstrecken meistens in Airbus-Flugzeugen sitze.

Aber starten wir mit meinen Erlebnissen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv:

Entspannter Lounge-Besuch vor dem Flug

Nach der Sicherheitsbefragung, die die israelischen Behörden mit jedem Passagier durchführen, und einer langen Warteschlange an der Sicherheitskontrolle (fast eine Stunde lang) habe ich beschlossen, mir einen Lounge-Zugang zu kaufen. Ich war sicherheitshalber so früh am Flughafen, dass ich trotz der langen Wartezeit noch eine Stunde Zeit bis zum Boarding des Fluges mit der Flugnummer LY355 hatte.

Also habe ich die dafür fälligen 27 US-Dollar (umgerechnet 25,74 Euro) in die Hand genommen, weil ich dachte, mit einem Kaffee, einem Kaltgetränk und einem Snack in den Flughafen-Shops komme ich im teuren Israel auch nicht wesentlich günstiger weg. Und in der Lounge sitze ich wenigstens gemütlich. Gekauft habe ich den Lounge-Zugang über die App des Anbieters Priority Pass.

Blick in eine Business Class-Lounge der Lufthansa, im Vordergrund ein Büffet, dahinter Sitzgelegenheiten.
Blick in eine Business Class-Lounge der Lufthansa, im Vordergrund ein Büffet, dahinter Sitzgelegenheiten.

Salat-Büffet und heiße Gemüsesuppe mit Couscous

Ich hatte Glück, denn als ich die "Dan Lounge" an Terminal 3 des Flughafens Ben Gurion später verließ, war die Schlange am Eingang ziemlich lang. Ich selbst kam aber ohne Wartezeit hinein und konnte mich am Buffet bedienen, das an israelische Esskultur angelehnt war. Es gab unter anderem Hummus, Nudelsalat mit Oliven und als warmes Angebot eine Gemüsesuppe mit Couscous.

Außerdem konnte ich meine Wasserflasche auffüllen und mir einen Kaffee zubereiten. In der Lounge lagen internationale Zeitungen wie die "New York Times" und das WLAN war bedeutend schneller als das offizielle Flughafen-WLAN. Das kam mir sehr entgegen, denn ich wollte noch ein paar Serien bei Netflix für den Flug offline verfügbar machen.

Beim Einsteigen ins Flugzeug ging ich durch die Business Class im vorderen Bereich des Fliegers. Was mich positiv überraschte, war, dass diese aus 16 großen Sitzen mit viel Platz bestand. Bei vielen europäischen Fluggesellschaften bestehen die Sitze der Business Class auf Kurz- und Mittelstrecken aus den gleichen Sitzen wie denen der Economy Class. Der einzige Unterschied ist, dass jeweils der Mittelplatz frei bleibt und man daher ein bisschen mehr Ellbogenfreiheit hat.

Ein Sandwich und ein Wasser für viereinhalb Stunden Flug

Während des Fluges haben die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zunächst Wasserflaschen verteilt und anschließend ein Sandwich, zu dem ein Hygiene-Tuch für die Hände gereicht wurde. Das alles hat natürlich seine Zeit gedauert. Denn die Boeing 737-800 von El Al fasst 150 Sitzplätze in der Economy Class. Und die waren während meines Fluges fast alle besetzt.

Ciabatta mit Roastbeef, Sauerkraut und Remoulade

Das Sandwich hat meinen persönlichen Geschmack nicht ganz getroffen, deshalb war ich froh, vorher in der Lounge gegessen zu haben. Hier seht ihr das Ciabatta-Brot aufgeklappt: Belegt war es mit Roastbeef, einer Art Sauerkrautsalat und ziemlich viel Remoulade.

Filme, Musik und Serien auf den eigenen Geräten

Überrascht hat mich außerdem das umfangreiche Inflight-Entertainment-Programm. Zwar hatte nicht – wie auf Langstrecke – jeder Sitz seinen eigenen Monitor. Über das WLAN an Bord konnten sich die Passagiere aber mit den eigenen Geräten in ein Entertainment-System einwählen, in dem es Filme, Musik, Hörbücher und Spiele gab.

Eine Verbindung zum Internet gab es allerdings nicht – und die Steckdosen zum Laden der Geräte haben während des gesamten Fluges nur für ein paar Minuten funktioniert, sodass man mit seinem Akku gut haushalten musste. Obwohl das Entertainment-Angebot nicht schlecht war, war ich doch froh, mir meine eigenen Netflix-Serien heruntergeladen zu haben.

Da ich mich viel mit Luftfahrt beschäftige, ist es doch immer wieder gut, neue Airlines als Passagier kennenzulernen. Insbesondere die großzügigen Business Class-Sitze für mittellange Strecken wie die zwischen Tel Aviv und Deutschland sollten ein Vorbild auch für deutsche Airlines werden, da das den Passagieren in meinen Augen einen deutlichen Mehrwert bietet.

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