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Deutscher Schiffbau in schwerer See: Branche berichtet über die Lage

·Lesedauer: 1 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Inmitten einer der schwersten Krisen berichtet der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) am Dienstag (10.00 Uhr) über die Lage der Branche. Die Werftindustrie ist von der Coronakrise schwer getroffen worden, bei etlichen Betrieben stehen viele Arbeitsplätze auf der Kippe. Die deutschen Werften sind zwar im internationalen Vergleich klein, haben aber nach dem Abschied vom Containerschiffbau eigentlich profitable Nischen gefunden - zum Beispiel beim Bau von Kreuzfahrtschiffen, Luxusjachten und Spezialschiffen. Doch gerade die Kreuzfahrtbranche braucht im Corona-Lockdown keine neuen Schiffe.

"Rund drei Viertel des zivilen Schiffbauauftragsbuchs hierzulande, ebenso wie in der gesamten EU, wurde von Kreuzfahrtreedern platziert. Doch diese Kunden werden in den kommenden Jahren keine neuen Schiffe bestellen", beklagte der VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken unlängst. Angesichts riesiger Auftragslöcher gehe es um mehr als eine Überbrückung fehlender Nachfrage. "Wir müssen uns ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, ob wir in Deutschland, gar in ganz Europa 2030 noch in signifikantem Umfang zivile Seeschiffe bauen werden."

Zwischen Emden im Westen und Wolgast im Osten zählten die 60 größeren Werften 2019 noch 20 300 Beschäftigte. Mit Zulieferern bietet die Branche etwa 200 000 Arbeitsplätze. Neben dem Bau neuer Schiffe zählen Wartung, Reparaturen und Umbauten zum Geschäft.