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Chamenei bestreitet Beteiligung des Irans an Ausschreitungen im Irak

TEHERAN (dpa-AFX) - Irans oberster Führer hat die US-Angriffe im Irak scharf verurteilt und erneut eine Beteiligung Teherans an den Ausschreitungen in dem Nachbarland bestritten. "Im Namen des iranischen Volkes und der iranischen Regierung verurteile ich die US-Angriffe im Irak", sagte Ajatollah Ali Chamenei am Mittwoch nach Angaben des Staatssenders Irib.

Die Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump, dass der Iran an den Ausschreitungen an der amerikanischen Botschaft am Dienstag in Bagdad beteiligt gewesen sei, wies Chamenei als absurd zurück. "Seien Sie (Trump) doch mal logisch, was Sie ja nicht sind, ... Fakt ist, dass die Völker in dieser Region die USA wegen ihrer Verbrechen hassen", sagte der Ajatollah, der nach der Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen des Landes hat. Die Proteste basieren Chamenei zufolge auf diesem Hass gegenüber den USA und haben mit anderen Ländern nichts zu tun.

Am Sonntag hatten die USA bei fünf Luftangriffen im Irak und in Syrien Einrichtungen der schiitischen Miliz Kataib Hisbollah angegriffen. Dabei wurden 25 Menschen getötet und 50 weitere verletzt. Die USA machen die vom Iran unterstützte Miliz für Angriffe auf US-Soldaten verantwortlich, bei denen ein US-Bürger starb.