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Börsenpsychologie: Wie Emotionen die Richtung von Aktien beeinflussen!

Ein Aktiengraph mit Kauf und Verkauf Balken die den Verlauf beschreiben
Ein Aktiengraph mit Kauf und Verkauf Balken die den Verlauf beschreiben

Die Börse ist oft ein chaotisches und unberechenbares Terrain, auf dem in sekundenschnelle Milliardenbeträge bewegt werden können. Und obwohl fundamentale und technische Analysen wichtige Instrumente für Investoren sind, spielt die Psychologie der Marktteilnehmer eine ebenso wichtige Rolle. 

Emotionen wie Angst und Gier können drastische Auswirkungen auf Aktienkurse haben und überlagern häufig rationale Entscheidungen. Nicht umsonst gewinnt die Behavioral Finance immer mehr an Bedeutung und auch legendäre Investoren wie André Kostolany haben die Massenpsychologie in ihre Anlagestrategie einbezogen. 

Ein Produkt der Börsenpsychologie: Angst und Panikverkäufe

Ein klassisches Beispiel für die Macht der Emotionen an den Märkten ist die Angst. Wenn schlechte Nachrichten die Runde machen – seien es geopolitische Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten oder negative Unternehmensnachrichten – ist häufig zu beobachten, dass Anleger in Panik geraten. Diese kollektive Angst führt am Ende oft zu einem massiven Verkaufsdruck, der die Aktienkurse schnell nach unten drückt. 

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Ein prominentes Beispiel hierfür ist der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Börsencrash im März 2020. Innerhalb weniger Wochen verloren die weltweiten Aktienmärkte einen erheblichen Teil ihres Wertes. Unsicherheit und die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Virus dominierten. 

Aber auch der Flash Crash im Jahr 2010 kann als ein solches Ereignis angesehen werden. Hier verlor der Markt innerhalb weniger Minuten sechs Prozent, um sich in den folgenden 20 Minuten wieder zu erholen.

Gier und Spekulationsblasen

Auf der anderen Seite steht die Gier, die zu übertriebenen Kurssteigerungen und Spekulationsblasen führen kann. Ein Grund: Wenn Anleger zu optimistisch werden und glauben, dass die Kurse immer weiter steigen werden, kann dies zu irrationalen Kaufentscheidungen und überbewerteten Aktien führen. Der FOMO-Effekt ist hier eine wesentliche Erklärungskomponente.

Ein klassisches praktisches Beispiel ist die Dotcom-Blase Ende der 1990er Jahre. Die Euphorie um das Internet und neue Technologien trieb die Aktienkurse von Technologieunternehmen in astronomische Höhen, um dann in einem dramatischen Crash zu enden. Ähnlich war es bei der Tulpenmanie im 16. Jahrhundert, als Tulpenzwiebeln im Wert von ganzen Häusern gehandelt wurden.

Herdenverhalten: Letztlich nur altbekannte Börsenpsychologie

Ein weiterer psychologischer Faktor, der die Börsen beeinflusst, ist das Herdenverhalten. Menschen neigen dazu, dem Verhalten anderer zu folgen, besonders in unsicheren Situationen. Wenn viele Anleger gleichzeitig kaufen oder verkaufen, kann dies zu einem sich selbst verstärkenden Effekt führen. Diese Dynamik hat Robert J. Shiller in seinem Buch „Irrational Exuberance“ ausführlich beschrieben. Er zeigt, wie Marktblasen durch kollektives Verhalten entstehen und wie schwierig es ist, sich diesem Druck zu entziehen.

Kognitive Verzerrungen

Darüber hinaus spielen kognitive Verzerrungen eine wichtige Rolle in der Börsenpsychologie. Verzerrungen wie der „Bestätigungsfehler“ (Confirmation Bias), bei dem Anleger Informationen bevorzugen, die ihre bestehende Meinung bestätigen, oder der „Verlustvermeidungseffekt“ (Loss Aversion), bei dem Verluste stärker gewichtet werden als gleich große Gewinne, können zu Fehlentscheidungen führen. Solche Verzerrungen beeinträchtigen am Ende aber die Fähigkeit, objektive und rationale Entscheidungen zu treffen. Sie führen häufig zu ineffizienten Märkten.

Ein letztes Wort zur Börsenpsychologie

Emotionen spielen an den Aktienmärkten eine entscheidende Rolle und können die Richtung der Aktien stark beeinflussen. Angst, Gier, Herdenverhalten und kognitive Verzerrungen sind nur einige der psychologischen Faktoren, die Anleger beeinflussen und zu ineffizienten Märkten führen.

Für clevere Anleger können sich aus dieser Schwäche natürlich Chancen ergeben. Ein tiefes Verständnis dieser psychologischen Mechanismen und die Entwicklung von Strategien zur Emotionskontrolle sind entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg.

Der Artikel Börsenpsychologie: Wie Emotionen die Richtung von Aktien beeinflussen! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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