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WDH/Aktien Wien Schluss: Deutliche Gewinne - Banken gefragt zum Wochenauftakt

(Überschrift neu gefasst)

WIEN (dpa-AFX) - Der Montagshandel an der Wiener Börse ist mit klaren Aufschlägen zu Ende gegangen. Der heimische Leitindex ATX <AT0000999982> schloss um 2,44 Prozent höher bei 3033,27 Einheiten und verbuchte damit bereits den vierten Gewinntag in Folge. Der ATX Prime kletterte um 2,29 Prozent auf 1528,46 Zähler.

Positive Vorgaben lieferten im Späthandel die US-Börsen, während der Handelsschluss in Asien ebenfalls positiv verlaufen war. Im Fokus standen zum Beginn der Woche vor allem Bankenwerte, die von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die zuletzt eine Leitzinserhöhung von 75 Basispunkten beschlossen hatte, weiter profitierten.

Impulsgebende Konjunkturdaten waren dagegen Mangelware. Mit Blick auf den Dienstag schrieben die Helaba-Analysten: "Die morgen anstehende ZEW-Umfrage dürfte angesichts der befürchteten Gaskrise und der Rekordinflation nochmals schwächer ausfallen." Größeres Interesse dürfte allerdings vor dem Hintergrund der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) der US-Teuerung zukommen. Laut der Helaba sei die Fed zu weiteren Zinserhöhungen entschlossen, "selbst wenn sich die Wachstumsaussichten deutlich trüben und die Inflation den Zenit überschritten haben dürfte."

Im Branchenvergleich zeigten sich Bankenwerte nach dem jüngsten EZB-Zinsschritt gut gesucht. So gewannen die Titel der Erste Group <AT0000652011>, Raiffeisen und Bawag <AT0000BAWAG2> zwischen 1,3 und 4,4 Prozent hinzu.

Aber auch die Wertpapiere der schwer gewichteten OMV <AT0000743059> legten um knapp drei Prozent zu. In den vergangenen Tagen erholten sich die Ölpreise von ihren jüngsten Verlusten. Für die Anteilsscheine der Schoeller-Bleckmann ging es um ein Prozent hinauf.

Unter den weiteren Einzelwerten waren die Aktien der CA Immo mit plus 3,8 Prozent gut gesucht. Auch andere Immowerte stiegen klar: Immofinanz <AT0000809058>verteuerten sich ebenso wie Warimpex um mehr als dreieinhalb Prozent. Frequentis gewannen an der Prime-Market-Spitze 5,2 Prozent.