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Warren Buffett setzt nicht auf junge Trader – sondern auf "Qualitätsaktionäre"

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.
Warren Buffett
Warren Buffett

An diesem Wochenende findet die als "Woodstock der Kapitalisten" bezeichnete Hauptversammlung von Berkshire Hathaway statt - der Investmentgesellschaft von Staranleger Warren Buffett. In normalen Zeiten pilgern zehntausende Anhänger zu Buffett nach Omaha. Wegen der Pandemie wird das Event aber erneut im Internet ausgetragen.

Trotzdem hatte Buffett gute Botschaften zu verkünden: Im ersten Quartal hat der Betriebsgewinn auf 7,0 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro) zugenommen. Das entspricht einem Anstieg von knapp 20 Prozent gegenüber dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum, das stark unter der Corona-Pandemie litt.

Während viele Unternehmen ihre Mittel in der Krise zusammenhalten und Abstriche machen müssen, sitzt Buffett mit Berkshire Hathaway weiter auf enormen Geldreserven. In den drei Monaten bis Ende März nahm der Barbestand um gut fünf Prozent auf 145,4 Milliarden Dollar zu. Der 90-jährige Großinvestor tut sich weiter schwer damit, geeignete Ziele für Beteiligungen und Übernahmen zu finden. Stattdessen kaufte er zur Kurspflege Berkshire-Aktien für 6,6 Milliarden Dollar zurück.

In einem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 1983 hatte Buffett einst erklärt, dass er lieber auf langfristige Qualitätsaktionäre als Anteilseigner setzt statt auf junge, risikofreudige Trader. Daran erinnerte kürzlich das "Handelsblatt". Der Staranleger betonte damals, er wolle besonders Personen gewinnen, die große Teile ihres Vermögens langfristig seiner Holdinggesellschaft anvertrauen.

Bereits 1983 machte der Starinvestor es sich zum Ziel mit seinem Unternehmen, diese Qualitätsaktionäre anzuziehen, zu denen er laut seines Aktionärsbriefes „eine besondere Seelenverwandtschaft“ verspüre. Heutzutage zählen rund eine Million Qualitätsaktionäre zu den langfristigen Anteilseignern von Berkshire Hathaway.

Buffett hält nicht viel von aktuellen Börsen-Trends

Dieses Ziel, dass Buffett vor mehr als 38 Jahren formulierte, entspricht ganz und gar nicht den momentanen Wall-Street-Trends. Denn die Börsen setzen derzeit vor allem auf junge und risikofreudige Trader, die durch kurzfristige Profite schnell reich werden wollen. Auch die sogenannten Spacs, also Mantelgesellschaften, die in die Übernahme von Start-ups mit hohem Wachstumspotential investieren und an den Kapitalmarkt bringen wollen liegen derzeit im Trend. Von diesen Trends hält Buffett allerdings wenig. Auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway warnte er, dass die Börse durch Spacs und Trading-Apps wie Robinhood wie ein "Casino" erscheine.

Buffett hat es allerdings auch nicht nötig, diesen Trends zu folgen, denn laut Aktionärsforscher Lawrence Cunningham von der George Washington University sei die langfristige Strategie, die Buffett bei seinen Investments und bei seinen Aktionären verfolgt der "Schlüssel seines Erfolgs“, wie Cunningham dem "Handelsblatt" mitteilte. Schließlich ist es Buffett mit diesem Ansatz gelungen, viele seiner Anteilseigner zu Millionären zu machen. Zudem ist die Aktie dieses Jahr um rund 20 Prozent gestiegen. Das Papier der Klasse A ist mittlerweile die teuerste Aktie in den USA.

ln