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Waren-U-Bahn nimmt in der Schweiz erste parlamentarische Hürde

·Lesedauer: 1 Min.

BERN (dpa-AFX) - Ein ehrgeiziges Projekt zum unterirdischen Gütertransport hat in der Schweiz die erste parlamentarische Hürde genommen. Das eigens dafür aufgelegte Gesetz passierte am Dienstag die erste der beiden Parlamentskammern unter begeisterter Zustimmung der Abgeordneten.

Das Projekt "Cargo Sous Terrain" (unterirdischer Güterverkehr/CST) will die Schweiz von St. Gallen unweit des Bodensees bis Genf rund 400 Kilometer weiter südwestlich untertunneln. Städte und Logistikzentren sollen verbunden werden, um kleine und große Waren zu befördern. Das Projekt soll rein privat finanziert werden.

Die Vehikel sollen nach den Plänen ferngesteuert werden und rund um die Uhr fahren. Damit sollen im Jahr 40 000 Tonnen CO2-Äquivalente an Emissionen eingespart werden. Die Kosten werden auf mindestens 30 Milliarden Franken (gut 27 Milliarden Euro) geschätzt. Dem Gesetz muss noch die zweite Parlamentskammer zustimmen. Danach kann für die Baubewilligung ein Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden.

Die Investoren sehen aber kaum Hürden und gehen davon aus, dass die erste 70 Kilometer lange Teilstrecke bei Zürich bereits 2031 fertig sein kann, das ganze 500 Kilometer lange Netz dann bis 2045. Größte Schweizer Aktionärin ist die Versicherungsgesellschaft Mobiliar. Ebenso investiert haben Supermarktketten wie die Migros und Coop sowie die Schweizer Bahnen SBB, die Post und das Telekomunternehmen Swisscom, sowie Gesellschaften aus Frankreich und China. Das Gesetz schreibt vor, dass die Mehrheit der Eigentümer Schweizer sein müssen.

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