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„Vorsichtig optimistisch“: Sparkassenchef Schleweis rechnet mit rascher Wirtschaftserholung

Atzler, Elisabeth
·Lesedauer: 2 Min.

Die deutschen Sparkassen erwarten trotz Konjunktureinbruch relativ wenig Insolvenzen. Sie gehen von einem kräftigen Aufschwung schon ab dem Frühsommer aus.

Der Sparkassenchef hofft, dass die Insolvenzdynamik geringer ausfällt als befürchtet. Foto: dpa
Der Sparkassenchef hofft, dass die Insolvenzdynamik geringer ausfällt als befürchtet. Foto: dpa

Die deutschen Sparkassen gehen davon aus, dass die heimische Wirtschaft die Coronakrise bald hinter sich lässt. Sparkassenpräsident Helmut Schleweis sprach am Dienstag von einem „vorsichtig optimistischen Ausblick“. „Unsere Sicht ist: Die deutsche Wirtschaft wird sich mit zwei wachstumsstarken Jahren von der Krise erholen.“

Der Aufschwung wird Schleweis zufolge noch nicht im ersten Quartal 2021 starten. „Der anhaltende Lockdown legt noch Bremsen an. Positiv aber ist: Einige Sektoren, insbesondere die Industrie, produzieren in diesem zweiten Lockdown weitgehend ungestört durch“, so der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Für das laufende Jahr prognostizieren die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 3,5 Prozent wächst. Der „außerordentliche dynamische Aufholprozess“ werde sich in das Jahr 2022 fortsetzen. 2020 brach die Wirtschaftsleistung um fünf Prozent ein.

Angesichts der positiven Wirtschaftsprognose zeigte sich Schleweis erneut zuversichtlich mit Blick auf die Situation der 372 Sparkassen. „Natürlich wird diese Rezession – mit zeitlicher Verzögerung – auch den Finanzsektor treffen.“ Das Ausmaß werde maßgeblich vom Insolvenzgeschehen in diesem Jahr abhängen. Dabei seien die Sparkassen auch hier „vorsichtig optimistisch, dass die Insolvenzwelle in diesem Jahr nicht so hoch sein wird, wie viele befürchten“.

Schleweis verwies auf die gute Ertragslage und die sehr stabile Eigenkapitalbasis mittelständischer Kunden zu Beginn dieser Krise. „Damit können die meisten Unternehmen eine längere Durststrecke überstehen.“

Dass bislang vergleichsweise wenig Firmen in die Pleite gerutscht sind, liegt allerdings daran, dass die Insolvenzpflicht zumindest teils bis Ende April ausgesetzt wurde. Zudem gibt es umfangreiche staatliche Hilfszahlungen und Coronakredite der Staatsbank KfW.

Die deutschen Geldhäuser hätten 2020 rund 35 Milliarden Euro an KfW-Sonderprogrammkrediten vergeben, so Schleweis. Davon gingen gut 37 Prozent auf Sparkassen und Landesbanken zurück. Insgesamt haben die Sparkassen im vergangenen Jahr Darlehen in Höhe von 106 Milliarden Euro an Unternehmen und Selbstständige vergeben. In 417.000 Fällen hatten die Sparkassen gewerblichen und privaten Kreditnehmern zeitweise fällige Kreditraten ausgesetzt. Nach einem Hoch im Mai ist die Zahl der Darlehensstundungen deutlich gesunken.