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VIRUS/ROUNDUP/NRW öffnet Rettungsschirm für die Wirtschaft: 25 Milliarden Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will 25 Milliarden Euro Wirtschaftshilfe bereitstellen, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in einem Spitzengespräch mit Wirtschaftsvertretern zugesagt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Das Sondervermögen entspricht rund einem Drittel des bisherigen Landeshaushalts und soll bereits in der nächsten Landtagssitzung verabschiedet werden. Nach Angaben von Teilnehmern sprach Laschet vom "größten Hilfsprogramm für Nordrhein-Westfalen seit Bestehen unseres Landes". Die schwarz-gelbe Landesregierung wolle in dieser Krise bislang unbekannten Ausmaßes "Hilfe in bisher nie da gewesener Höhe" bereitstellen.

Wegen der Corona-Infektionsgefahr wurde das Spitzengespräch per Video-Schalte durchgeführt. Teilnehmer waren neben Laschet auch Finanzminister Lutz Lienenkämper (beide CDU), Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP), Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern, Banken, dem Handwerk und Oberbürgermeister. Detaillierte Ergebnisse sollen am Mittag (13.00 Uhr) in der Düsseldorfer Staatskanzlei bekanntgegeben werden.

Mehrere andere Bundesländer haben bereits große Hilfsprogramme angekündigt. So will Bayern zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise bis zu zehn Milliarden Euro bereitstellen.

Zuvor hatte unter anderem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in einem eindringlichen Appell einen großen staatlichen Rettungsschirm gefordert. "Wir befinden uns in einer Art künstlichem Koma und wissen nicht, ob wir wieder aufwachen", beschrieb der Präsident des DEHOGA NRW, Bernd Niemeier, die Stimmungslage im Gastgewerbe.