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Studie: Cannabis-Konsumenten haben ein fast doppelt so hohes Herzinfarkt-Risiko wie andere

·Lesedauer: 2 Min.

Menschen, die Cannabis konsumieren, haben offenbar ein deutlich höheres Risiko, irgendwann einen Herzinfarkt zu erleiden, als Menschen, die ohne es leben. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten kanadischen Studie zu dem Thema. Dabei ist es demzufolge egal, ob Cannabis über die Nahrung zu sich genommen oder geraucht wird. Über die Studie berichtet das US-Medium "CNN".

Die Untersuchung wurde im Fachmagazin "Canadian Medical Association Journal" publiziert. Ein Forschungsteam hatte dafür die Daten von mehr als 33.000 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 44 Jahren zusammengetragen und ausgewertet – Daten, die aus früheren Umfragen der US-Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention (CDC) stammten. Dabei stellten sie fest: Von den insgesamt 17 Prozent der Befragten, die zum Umfrage-Zeitpunkt angaben, im vorherigen Monat Cannabis konsumiert zu haben, erlitten später 1,3 Prozent einen Herzinfarkt. Zum Vergleich: Unter den Teilnehmenden, die kein Cannabis konsumiert hatten, lag dieser Anteil nur bei 0,8 Prozent.

Cannabis kann Herzfrequenz beeinflussen

Studienleiter Karim Ladha, klinischer Wissenschaftler an der University of Toronto und Anästhesist am dort ansässigen St Michael's Hospital, interpretiert die Ergebnisse so: „Es gibt immer mehr Belege dafür, dass das [Cannabis] potenziell gefährlich ist, sowohl kurz- als auch langfristig.“ Zwar sei in seiner Studie nicht untersucht worden, welche konkreten Folgen Cannabis auf die Herzgesundheit habe; bereits bestehende Forschung lege aber nahe, dass die Droge einen Einfluss auf die Herzfrequenz haben kann.

Schlage das Herz eines Menschen dann unregelmäßig, erhöhe sich in vielen Fällen die Menge an Sauerstoff, die es benötige, sagt der Forscher. Cannabis wiederum könne dazu führen, dass weniger Sauerstoff zum Herzen gepumpt werde. „Was dabei herauskommt, ist ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und dem Sauerstoff, der tatsächlich zur Verfügung steht. Das ist der Hauptgrund für Herzinfarkte“, sagt Ladha.

Heutiges Cannabis ist potenter

Cannabis gilt bei vielen jungen Menschen als vermeintlich eher harmlose Droge. Eine Fehlannahme, sagt Robert Page, der Vorsitzende der „American Heart Association“. Er wird ebenfalls von CNN zitiert. „Es ist nicht das, was euer Großvater damals in Woodstock geraucht hat; das hier ist hoch potent“, sagt Page über das Cannabis, das sich heutzutage auf dem Markt befindet. Page, der nicht an der kanadischen Studie beteiligt ist, erklärte CNN, wie unser Körper Cannabis verstoffwechselt – nämlich mithilfe der Leber. Das bedeutet ihm zufolge, dass es potenziell Wechselwirkungen mit vielen Herzmedikamenten haben könnte, etwa mit Blutverdünnern.

Karim Ladha, der Studienleiter, möchte als nächstes eine „real time“-Untersuchung an Cannabis-Konsumentinnen und -Konsumenten durchführen, um nicht mehr nur rückblickend Daten analysieren zu müssen. Das allerdings ist zumindest in seinem Wirkungskreis – Kanada und den USA – schwierig, heißt es im CNN-Text: Cannabis ist nicht in jedem US-Bundesstaat legal.

jb

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