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Steigende Inzidenzen wegen Delta-Variante in Israel: Biontech-Impfstoff laut Regierung nur noch zu 64 Prozent wirksam

·Lesedauer: 2 Min.

Bis vor kurzem galt Israel noch als die große Impfnation, eine neue Infektionswelle mit dem Coronavirus in dem Land schien weit weg. Knapp 60 Prozent der Bevölkerung haben doppelten Schutz. Knapp 90 Prozent der über 50-Jährigen in Israel haben doppelten Impfschutz. Die Delta-Variante sorgt nun aber wieder für höhere Fallzahlen. So stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen vierzehn Tagen von 2,3 auf 24 an.

Das hat womöglich auch mit einem mangelnden Impfschutz trotz Herdenimmunität zu tun. Am Montag gab Israels Gesundheitsministerium bekannt, dass der Wirkstoff von Biontech/Pfizer ersten Erkenntnissen nach fast 30 Prozent schlechter gegen die Delta-Variante des Coronavirus schützt, als gegen vorherige Varianten.

Der Wirkstoff soll demnach zwischen dem 2. Mai und dem 5. Juni noch eine durchschnittliche Wirksamkeit von 94,3 Prozent gehabt haben. Ab dem 6. Juni — fünf Tage nachdem die Regierung die Beschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus aufgehoben hatte — bis Anfang Juli sank die Rate auf 64 Prozent.

Ran Balicer, der Vorsitzende des Nationalen Gesundheitsrats Israels, sagte der Nachrichtenagentur Agence France Press am Montag, die Zahlen seien ein vorläufiges Ergebnis. Es sei “noch zu früh, genau über die Wirkung der Impfstoffe gegen die neue Variante zu urteilen."

Biontech/Pfizer-Impfstoff schützt vor schweren Corona-Erkrankungen

Ein Grund zur Panik ist laut den Daten des Gesundheitsministeriums ohnehin nicht gegeben. Denn die Impfung scheint nach wie vor gleich gut vor schweren Verläufen und Krankenhausaufenthalten zu schützen. In den vergangenen zwei Wochen hat es in Israel nur einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Die Daten des Gesundheitsministeriums zeigen zudem: Vom 2. Mai bis zum 5. Juni schützte die Impfung bei 98,2 Prozent der Fälle vor einem Krankenhausaufenthalt. Auch im Zeitraum vom 6. Juni bis 3. Juli sank die diese Zahl nur um rund fünf Prozent.

Laut einem Bericht des Fachmagazins „Ärzteblatt“ weisen rund 90 Prozent der Neuinfizierten in Israel die aggressive Delta-Variante auf — etwa die Hälfte von ihnen ist vollständig geimpft. Forschende der Hebräischen Universität Jerusalem (HU) warnen deshalb vor einer neuen Infektionswelle, schreibt die „Jerusalem-Post“. Zwar wirke laut den Wissenschaftlern das Vakzin von Pfizer und Biontech gegen die Delta-Variante, allerdings nur zu 60 bis 80 Prozent.

Die israelische Regierung denkt deshalb wieder über Einschränkungen des öffentlichen Lebens nach. Zudem wird über eine dritte Impfdosis diskutiert.

tel

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