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SPD-Chef Klingbeil: «Wir stehen vor dramatischen Monaten»

Berlin (dpa) - SPD-Chef Lars Klingbeil hat vor drastischen Folgen für den Industriestandort Deutschland gewarnt, sollte der russische Präsident Wladimir Putin die Gaspipeline Nord Stream 1 dauerhaft abschalten.

«Wir stehen vor dramatischen Monaten», sagte er in der Sendung «Frühstart» von RTL und ntv. Viele Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen litten schon jetzt unter einer hohen Belastung. «Da muss man jetzt gemeinsame Wege finden, wie wir als Land durch diese schwierigen Monate durchkommen.»

Am 11. Juli starten die jährlichen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1. In der Regel fließt dann für zehn Tage kein Gas. Man müsse bei Putin mit dem Schlimmsten rechnen, warnte Klingbeil. «Es gibt eine Wahrscheinlichkeit (...), dass Putin nach der Wartung den Gashahn nicht wieder aufdreht.»

Klingbeil appellierte an die Bürger, selbst Energie zu sparen. Gas in der Industrie solle nicht rationiert werden. «Das hätte dramatische Auswirkungen auch für den Arbeitsmarkt. Diese Situation müssen wir vermeiden. Und dazu können alle beitragen, indem sie auch einsparen.»

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