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ROUNDUP: United Internet verbucht wegen Streits um Tele Columbus hohe Belastung

MONTABAUR (dpa-AFX) -Der Internet- und Telekommunikationskonzern United Internet DE0005089031 verbucht wegen eines Streits um den Kabelkonzern Tele Columbus DE000TCAG172 eine hohe Ergebnisbelastung. Im Halbjahresbericht nehme der Konzern eine Wertberichtigung in Höhe von rund 185 Millionen Euro auf die Anteile an der Beteiligungsholding Kublai vor, dem wesentlichen Eigentümer von Tele Columbus, hieß es von United Internet am Freitagabend. Die United-Internet-Anleger reagierten unentschlossen auf die Neuigkeiten.

Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie legte kurz nach Handelsstart zunächst zu auf 20,30 Euro. Den Abwärtstrend aus der Vorwoche konnte sie damit aber zumindest an der Unterstützung um die 20 Euro abbremsen und sich auf dem tiefsten Niveau seit zwei Monaten erst einmal stabilisieren. Seit Jahresbeginn steht ein Abschlag von rund 12 Prozent zu Buche.

Der Konzern aus Montabaur verzichtet eigenen Angaben zufolge auf das Recht, im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei Kublai die Verwässerung der eigenen Anteile auf rund 5 Prozent wieder auf 40 Prozent aufzustocken. Hintergrund ist ein Streit um die Bewertung von Tele Columbus im Rahmen der Kapitalerhöhung, die United Internet für zu niedrig und damit die Verwässerung der eigenen Anteile für zu hoch hält.

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth will nun laut Mitteilung ein vertraglich vereinbartes sogenanntes Verwässerungsschutzverfahren einleiten und die Bewertung von Tele Columbus von einem Schiedsgericht überprüfen lassen.

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Dommermuth verspricht sich bei Erfolg einen Ausgleichsbetrag von rund 300 Millionen Euro. Mehrheitseigentümer von Kublai ist die US-Investmentbank Morgan Stanley US6174464486. Morgan Stanley Infrastructure und United Internet hätten unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Finanzierung von Kublai, hieß es - daher will United Internet nicht mehr in das Vehikel investieren.

"Der Ausgang der ganzen Angelegenheit ist unklar", sagte ein Börsenhändler. Sollte die Entschädigung kommen, wäre dies längerfristig betrachtet allerdings positiv.