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„Rothenberg Ventures“: Der Skandal um den Absturz eines eitlen Silicon-Valley-Junginvestors wird zum Krimi

Michael Rothenberg
Michael Rothenberg

Courtesy of Michael Rothenberg

Die Implosion der Venture-Kapital-Firma Rothenberg Ventures“ zieht immer weitere Kreise und schickt Schockwellen durch das Silicon Valley: Der Investment-Firma des 32-jährigen Geldmanagers Mike Rothenberg soll das Geld ausgegangen sein, bis auf den Firmenanwalt wurden alle Mitarbeiter auf Zwangsurlaub geschickt (Business Insider berichtete).

Der eitle Tech-Investor soll das Geld mit vollen Händen hinausgeworfen haben — vor allem zur Promotion seines eigenen Images. Er mietete Luxus-Lounges bei Sportveranstaltungen und beschäftigte eine Entourage aus persönlichen Assistenten und Chauffeuren.

Neue Eskalation bei den Ermittlungen

Bekannt war bisher, dass die Firma, die mehr als 50 Millionen Dollar (44,8 Mio. Euro) von Anlegern eingesammelt hatte, ins Fadenkreuz der US-Börsenaufsicht SEC geraten war. Das ging aus einer E-Mail an Anleger hervor, die Business Insider vorliegt.

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Zuletzt kam es nun zur Eskalation bei den Ermittlungen: Die amerikanische Bundespolizei FBI und das Büro der Bundesstaatsanwaltschaft sollen auf der Suche nach Zeugen sein, die dubiose Vorgänge bei Rothenberg Ventures bestätigen können. Bei den Untersuchungen gehe es vor allem um die Firmenfinanzen, heißt es in Ermittlerkreisen. 

mike rothenberg
mike rothenberg

Courtesy of Michael RothenbergEin Sprecher der Firma, die zuletzt zu „Frontier Tech“ umbenannt wurde, sagte auf Anfrage von Business Insider, dass der Firma nichts über die möglichen Ermittlungen bekannt sei.

Jungmanager führte sich auf wie ein Tyrann

Insider der Investmentfirma berichteten unterdessen, dass sie Beschwerden bei den zuständigen Behörden des US-Staates Kalifornien wegen ausständiger Gehälter eingereicht hätten. Dem Fonds ging Mitte August das Geld aus: Die Angestellten konnten nicht mehr bezahlt werden. Wütende Mitarbeiter bezeichnen ihren Status nicht als „beurlaubt“, sondern „arbeitslos“.

Das Drama um Rothenberg Ventures ist seit Wochen Tagesgespräch im Valley. Der Zusammenbruch, der sich wie das Drehbuch für eine Folge der HBO-Serie „Silicon Valley“ liest, entfaltete sich im Zeitlupentempo mit fast täglich neuen, pikanten Details, die den Medien zugespielt wurden.

Das Portal „TechCrunch“ hatte den Exodus des Personals besonders penibel dokumentiert. Laut Mitarbeitern, die mit Business Insider sprachen, hätte sich Rothenburg aufgeführt wie ein Despot. Das Arbeitsklima wäre wie in einem Horror-Film gewesen. Attribute wie „rachsüchtig“, „größenwahnsinnig“, „gefühllos“ fielen, der junge Firmenchef hätte Untergebene als „Meistermanipulator“ und „Wüterich“ terrorisiert.

Gleichzeitig konnte er aber auch charmant und überzeugend sein, hieß es.

Fourdersfieldday
Fourdersfieldday

Courtesy of Michael Rothenberg

Startups hochnervös

Rothenberg wollte mit aller Macht berühmt werden. Er wäre regelrecht besessen davon gewesen, wurde berichtet. Die Firma unternahm extravagante Wein-Verkostungen im Napa Valley, hielt eine Firmenfeier im Giants-Baseballstadion ab. Ein Ex-Mitarbeiter hatte eine Klage eingereicht, nachdem ihm Spesen in der Höhe von 109.000 Dollar (97.000 Euro) nicht erstattet worden wären.

Eine Szene illustriert, wie verrückt es wirklich zuging bei der Finanzfirma: Als Bloomberg-Businessweek eine Story über die „Party-Kultur“ publizierte, schickte der Manager Mitarbeiter zu Flughäfen in der Region, um alle Ausgaben des Magazins an den Kiosken aufzukaufen. 

Der Crash löst bange Momente bei einigen Startups aus, in die Rothenberg investiert hatte. Es sollen die Nerven blank liegen, vor allem nachdem die Investitionsströme austrockneten.

 

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