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Report: Krisen-Management der G20 gefährdet Klimaschutz-Fortschritte

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die G20-Staaten riskieren einer Auswertung mehrerer Organisationen zufolge im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ihre Fortschritte beim Klimaschutz. Das gelte vor allem für Hilfen für die Kohle-, Öl- und Gasbranche, heißt es im diesjährigen Bericht des Bündnisses Climate Transparency. Die Staaten gäben Billionen aus für Anti-Krisen-Pakete, und weil ein erheblicher Teil davon bedingungslos fossilen Energien zugute komme, würden Chancen für "saubere Energien" aufs Spiel gesetzt.

Immerhin: Deutschland setze wie etwa auch die EU und Frankreich ein "überwiegend gutes Beispiel" mit seinen Konjunkturmaßnahmen, sagte Charlene Watson von der Denkfabrikm Overseas Development Institute.

Insgesamt fällt das klimapolitische Zeugnis für Deutschland aber durchwachsen aus. Für das Klimaschutzprogramm 2030 gibt es als "kleinen Schritt in die richtige Richtung" einen erhobenen Daumen - es enthält etwa den Beschluss, Sprit und Heizöl ab 2021 über einen nationalen CO2-Preis schrittweise zu verteuern. Negativ wird dagegen bewertet, dass die klimaschädiche Stromgewinnung aus Kohle erst spätestens 2038 enden soll - da sei Deutschland "viel weniger ehrgeizig" als andere EU-Länder. Auch für den stockenden Windkraft-Ausbau an Land gibt es einen gesenkten Daumen.

Rückblickend gibt es aus Sicht der Organisationen einige gute Klima-Nachrichten aus den wirtschaftlich starken G20-Ländern: Die Treibhausgasemissionen aus dem Energieverbrauch seien 2019 nicht mehr gewachsen, sondern um 0,1 Prozent gesunken - und zwar als Folge von Klimaschutz-Maßnahmen, nicht etwa einer schwächelnden Wirtschaft wie während der Finanzkrise. Die Corona-Pandemie dürfte demnach in diesem Jahr zu einem weiteren Rückgang von 7,5 Prozent führen. Ein Grund dafür sei etwa, dass der Flugverkehr weltweit eingebrochen sei.