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Praxen und Impfzentren – wo soll geimpft werden? Mehrheit der Deutschen hält an Impfzentren fest

Josh Groeneveld
·Lesedauer: 2 Min.
Vorbereitete Impfstoffdosen in einem Corona-Impfzentrum in Husum, Schleswig-Holstein
Vorbereitete Impfstoffdosen in einem Corona-Impfzentrum in Husum, Schleswig-Holstein

Deutschland bekommt in den kommenden Wochen mehr und mehr Impfstoff gegen das Coronavirus geliefert — und schon jetzt zanken sich Arztpraxen und Impfzentren darum, wer diesen verimpfen soll beziehungsweise darf.

Das oberste Ziel in der Pandemie ist, dass möglichst viel geimpft wird. Das Argument, dass dies vor allem Hausärzte tun sollten, ist stets, dass diese näher bei ihren Patienten seien und so dezentraler und günstiger mehr Menschen erreichen. Nach Aussage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung könnten in Arztpraxen wöchentlich problemlos bis zu fünf Millionen Dosen verimpft werden; aktuell liegt der Schnitt in Praxen und Impfzentren bei etwa 3,5 Millionen pro Tag.

Gerade zu Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland waren die teureren Impfzentren jedoch dringend notwendig, weil es viel zu wenig Impfstoff gab, um Praxen flächendeckend in die Impfstrategie einzubinden, und weil der Impfstoff vor allem von Biontech besonders gekühlt werden muss, was in Praxen nicht geht. Dabei kosten die etwa 400 Impfzentren den Staat viel Geld — bis zu 700 Millionen Euro pro Monat.

Eine große Mehrheit der Deutschen ist jedoch dafür, weiterhin sowohl in Arztpraxen als auch in Impfzentren gegen das Coronavirus zu impfen. In einer exklusiv für Business Insider durchgeführten Umfrage sagten das 71 Prozent der Befragten. Ein Viertel der Befragten würde es bevorzugen, wenn nur noch in Arztpraxen geimpft würde — nur knapp 2 Prozent wären dafür, nur in Impfzentren zu impfen.

Auffällig dabei: Je geringer die Bevölkerungsdichte, desto größer die Zustimmung zur Forderung, nur noch in Arztpraxen impfen zu lassen. Nur 18 Prozent der Befragten, die in Regionen mit sehr hoher Bevölkerungsdichte — also in Großstädten — wohnen, sprechen sich dafür aus. Bei Befragten in Regionen mit niedriger oder sehr niedriger Bevölkerungsdichte — also auf dem Land — sind es fast 30 Prozent. Bei diesen Ergebnissen ist jedoch die relativ hohe statistische Fehlerquote von 5,4 Prozent zu beachten.