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Payment-Startup Sumup schraubt Bewertung auf acht Milliarden Euro hoch

Bargeldlose Zahlungen werden immer beliebter – davon profitiert das Startup Sumup.
Bargeldlose Zahlungen werden immer beliebter – davon profitiert das Startup Sumup.

Ein Achthorn ist geboren: Der deutsch-britische Zahlungsdienstleister Sumup schafft es mit einer riesigen Finanzierungsrunde auf eine Unternehmensbewertung von acht Milliarden Euro und zählt damit zu den wertvollsten Fintechs Europas. Sumup liegt in etwa gleich auf mit der deutschen Direktbank N26. Experten hatten laut eines Berichts des Handelsblatt den Wert des Unternehmens Anfang des Jahres noch auf gerade mal drei Milliarden Euro geschätzt.

"Wir sind stolz darauf, heute eine Investition von 590 Millionen Euro von einigen der renommiertesten Namen im Finanzbereich bekannt zu geben", schreibt Co-Gründer und Finanzchef Marc-Alexander Christ in einem Beitrag auf Linkedin. Zu den Geldgebern zählen der US-Finanzinvestor Bain Capital Tech Opportunities, der die Runde anführte, ebenso wie der Vermögensverwalter Blackrock. Weiteres Geld kam unter anderem vom New Yorker Private-Equity-Haus Centerbridge, dem texanischen Hedgefonds Crestline und Btov Partners aus Berlin. Die 590 Millionen Euro verteilen sich je zur Hälfte auf Eigen- und Fremdkapital. Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass Sumup Eigenkapital aufnimmt. Die Gesamtfinanzierung von Sumup steigt laut Unternehmen damit auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro.

Kerngeschäft: Kartenzahlungslösungen für kleine Unternehmen

"Mit diesem neuen Kapital werden wir unsere Produktpalette weiter ausbauen, um für Unternehmen jeder Form und Größe auf der ganzen Welt gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die jetzt mehr denn je Unterstützung benötigen", schreibt Christ auf Linkedin. Einer Mitteilung zufolge will das Unicorn das Geld obendrein für die Übernahme von Wettbewerbern nutzen.

Sumup verkauft mobile Lesegeräte für das bargeldlose Bezahlen vor allem an kleine Unternehmen wie Cafés, Taxifahrer, Restaurants und Einzelhändler. Diese können mithilfe des Fintechs auch Geschäftskonten verwalten und Onlinezahlungen abwickeln.

2012 hatten fünf deutsche Gründer ihr Kassen-Startup nach Vorbild des US-Unternehmen Square mit Sitz in London und Berlin gegründet. Aus ihrer Sicht sprach viel für eine Kopie in Deutschland: Erstens war Square bis dato nicht in Europa aktiv, zweitens versprach die Bundesrepublik als Hochburg der Bargeldzahler besonders rasches Wachstum. Inzwischen ist Sumup in 35 Ländern aktiv, zählt nach eigenen Angaben rund vier Millionen Kunden und hat 3000 Angestellte.

Die Kasse in der Hosentasche: Mit kleinen mobilen Kartenlesegeräten brachte es Sumup innerhalb weniger Jahre auf eine Milliardenbewertung.
Die Kasse in der Hosentasche: Mit kleinen mobilen Kartenlesegeräten brachte es Sumup innerhalb weniger Jahre auf eine Milliardenbewertung.

Eine Finanzierungsrunde in einer solchen Höhe, noch dazu im äußerst kompetitiven Fintech-Bereich, erstaunt in schwierigen Zeiten wie diesen. Seit dem Frühjahr hat sich das Investmentklima deutlich verschlechtert. Die Rede ist vom "Venture Winter", was verdeutlichen soll, dass Inflation, Zinserhöhungen, steigende Kosten für Energie und Rohstoffe sowie andauernde, schwer kalkulierbare globale Krisen von der Corona-Pandemie über den Krieg in der Ukraine bis hin zu Klimawandel und seinen Folgen dafür gesorgt haben, dass Geldgeber verhaltener wurden.

Fintech-Branche im Stress

In der Fintech-Brache machten zuletzt Meldung von Massenentlassungen etwa beim Zahlungsdienstleister Klarna sowie den Berliner Startups Kontist und Nuri die Runde. Klarna musste zudem verkraften, dass die Unternehmensbewertung Berichten zufolge um zwei Drittel eingebrochen sein soll. Und auch Sumup musste zuletzt Sparmaßnahmen einleiten. Das Fintech soll etwa 100 Beschäftigten in Brasilien gekündigt haben. Marc-Alexander Christ hatte dies mit der wirtschaftlichen Instabilität in dem Land begründet.

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