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Patientenschützer gegen Wahlmöglichkeit beim Impstoff

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat sich gegen eine freie Wahlmöglichkeit beim Corona-Impfstoff ausgesprochen. "Alle Impfstoffe haben ein reguläres Zulassungsverfahren durchlaufen und sind hochwirksam. Wie bei jedem anderen Serum können Reaktionen auftreten", sagte Brysch der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Für die nächsten Monate bleibe absehbar, dass nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stünden. "Deshalb muss priorisiert werden. Solange das so ist, kann es keine Wahlmöglichkeiten geben", sagte Brysch.

Die Wirksamkeit des Impfstoffes von Astrazeneca <GB0009895292> ist geringer. Deshalb hatte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, gefordert, dass medizinisches Personal und Pflegekräfte nicht diesen Corona-Impfstoff gespritzt bekommen. "Doch die geringere Wirksamkeit lässt sich nicht wegdiskutieren", sagte Montgomery ebenfalls der "Rheinischen Post". Er habe Verständnis für medizinisches Personal, dass sich nicht mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen wolle.

Zuletzt hatte es zudem Berichte über eine geringere Wirksamkeit des Astrazeneca-Vakzins gegen neu aufkommende Virusvarianten gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jedoch weiterhin den Einsatz des Impfstoffs.