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Sie bauen autonome Anhänger – und Earlybird investiert

·Lesedauer: 3 Min.
Das Droiddrive-Team um den Cargo-Anhänger Ducktrain aus Aachen
Das Droiddrive-Team um den Cargo-Anhänger Ducktrain aus Aachen

Hintereinander gekoppelt sehen die Lastenfahrzeuge des Aachener Startups Droiddrive tatsächlich wie ein Entenzug aus. Darum auch der Name für die elektrisch betriebenen Cargo-Anhänger: Ducktrain. Das Ende 2018 aus der technischen Hochschule RWTH Aachen hervorgegangene Unternehmen hat nun einen neuen Investor an Land gezogen. Wie Gründerszene vorab erfuhr, führt der neue Earlybird-Fonds Uni-X die Runde an. Mitgründer Kai Kreisköther zufolge ist dabei ein niedriger Millionen-Betrag zusammengekommen.

Der 75 Millionen Euro starke Geldtopf wurde kürzlich extra für Uni-Ausgründungen bereitgestellt. Die Bestandsinvestoren Innoenergy, der Ableger des von der EU finanzierten Europäischen Instituts für Innovation und Technologie, sowie der Mainzer Öko-Fonds Wi Venture sind zusammen mit der NRW.Bank und Be10x Capital mitgezogen. Hinter Be10x Capital steckt Thomas Schmitt, der zuvor unter anderem für den Kartendienst Tomtom das Flottenmanagement mitaufgebaut hat. Auch Achim Kampker, Professor an der RWTH Aache sowie Mitgründer und bis 2019 Chef von Streetscooter ist als Business Angel bei Droiddrive dabei. Seit diesem Jahr ist Kampker als Venture Partner bei Earlybird beschäftigt.

Neue Prototypen und ein B2B-Partner

„Mit dem Geld können wir den nächsten wichtigen Entwicklungsschritt machen“, sagt Droiddrive-Gründer Kreisköther zu Gründerszene. Im Jahr 2020 ist der erste Prototyp in Aachen gestartet. Zwei weitere Prototypen sollen zusammen mit einem großen Speditionspartner ab März 2022 auf den Hamburger Straßen unterwegs sein.

Die Lasten-Fahrzeuge können an Fahrräder, Dreiräder und andere elektrisch-betriebene Cargo-Bikes wie das von Citkar oder Ono gekoppelt werden. Hier soll es bereits mögliche Kooperationen mit den genannten Startups geben. Bis zu fünf Fahrzeuge zu je 300 Kilogramm Zuladung können hintereinander betrieben werden – ohne Führerschein.

In der derzeitigen Ducktrain-Generation braucht es dafür noch eine Deichsel, also ein smartes Verbindungsstück zwischen Zugfahrzeug und Enten-Anhängern. Lastfahrzeuge sind mit Wechselakkus elektrisch betrieben und mit Sensoren ausgestattet, die automatisiert bremsen oder beschleunigen, je nachdem, wie schnell das Zugfahrzeug unterwegs ist.

Platooning fürs Fahrrad

Im Spätsommer kommenden Jahres soll dann auch das erste „Follow-Me“-Fahrzeug folgen: ein Ducktrain, der ohne Deichsel auskommt und nur über die Sensorik den Abstand einhält. Das Prinzip ähnelt dem Lkw-Platooning.

Das derzeit 19 Mitarbeiter große Unternehmen Droiddrive wolle sich zunächst aufs reine B2B-Geschäft konzentrieren, so Kreisköther. Zur Kundengruppe gehören Paket-Lieferdienste, Lebensmittel-Einzelhändler und urbane Speditionen, die beispielsweise Ikea-Artikel ausfahren. Ausdrücklich gehe es Kreisköther nicht um Schnell-Lieferdienste wie Gorillas, Flink oder Getir.

Droiddrive versteht sich selbst als Unternehmen für die Logistik-Infrastruktur. Die Duckstrains sollen den Anfang machen, weitere Fahrzeugklassen seien in Planung, so Kreisköther. Die Anhänger und auch künftige Fahrzeuge sollen, so der derzeitige Plan, nicht verkauft werden. Stattdessen vertreibt Droiddrive ein Service-Paket inklusive Flotten-Management über eine Software und die dazugehörige Wartung der Hardware. Die Marktreife ist für 2023 angesetzt.

Der anfängliche Business-Case von Duckstrain war aufs B2C-Geschäft ausgerichtet: Ein Anhänger für Fahrräder, der ohne Funktechnik folgt – beispielsweise, um Einkäufe aus dem Baumarkt zu transportieren. Ob die Lastenfahrzeuge auch für Privatkunden angeboten werden, lässt Kreisköther noch offen.

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