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Modeschmuckhändler Beeline verkauft alle seine Six- und I-am-Läden

·Lesedauer: 2 Min.

Die Marken Six und Tosh sollen künftig noch stärker über andere Händler wie Douglas und C & A vertrieben werden. Auch der Onlinehandel wird ausgebaut.

Das Schmuckunternehmen Beeline, hauptsächlich bekannt unter seinen Marken Six und Tosh, zieht sich aus dem stationären Handel zurück. Die australische Handelskette Lovisa übernimmt die 74 Six- und I-am-Geschäfte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg und führt sie unter eigenem Namen weiter.

Das vor 30 Jahren in Köln gegründete Unternehmen Beeline will sich künftig auf den Onlinehandel konzentrieren und auf sein eigentliches Kerngeschäft, das sogenannte Concessions-Modell. In diesem Geschäft betreibt Beeline selbst betreute Verkaufsflächen bei anderen Händlern. Solche Flächen hat Beeline bei rund 23.000 Händlern weltweit, darunter in Deutschland Douglas, Rossmann oder C & A.

„Mit dem Verkauf der Retail-Sparte an Lovisa stellen wir uns als Unternehmen optimal für die Zukunft auf“, sagt Beeline-CEO Hinrich Tode. „Die Fokussierung auf unsere Partner im Concessions-Bereich sowie auf E-Commerce ist ein konsequenter und positiver Schritt für Beeline.“

Der Käufer Lovisa ist ein börsennotiertes australisches Unternehmen, das weltweit 450 Läden betreibt. In Deutschland ist das Unternehmen bisher nicht aktiv.

Lovisa hat angekündigt, alle Mitarbeiter der Six- und I-am-Läden zu übernehmen. Der Übergang soll im ersten Halbjahr 2021 passieren. „Wir freuen uns, die Arbeitsplätze unserer Filialmitarbeiter sichern zu können“, betonte Beeline-Chef Tode.

Rückzug war länger geplant

In einem zweiten Schritt will Beeline auch seine 27 Läden in Frankreich zum Verkauf anbieten und sich damit komplett aus dem Retail- und Franchise-Geschäft zurückziehen. Die Verträge mit den bisherigen Franchise-Partnern werden jetzt sukzessive aufgelöst.

Der Rückzug war schon länger geplant, wurde jetzt aber offenbar durch die Coronakrise und die damit verbundene zeitweise Geschäftsschließung beschleunigt. „Covid-19 und die dadurch noch mal beschleunigte Digitalisierung zeigen, dass sich das Verbraucherverhalten und damit der Handel insgesamt nachhaltig verändert“, sagt Beeline-Chef Tode. Stärkster Konkurrent von Beeline ist in Deutschland Bijou Brigitte.

Auch Lovisa hat unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten. So ging der Umsatz des Unternehmens im zum 28. Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr von 249 auf 237 Millionen australische Dollar (146 Millionen Euro) zurück. Die Expansion nach Spanien hat Lovisa im Juli gestoppt und alle Läden dort geschlossen. Deshalb ist es eher überraschend, dass es jetzt in neue europäische Länder expandiert.

Beeline vertreibt neben Modeschmuck auch Haaraccessoires, Textilien, Sonnen- und Lesebrillen sowie Accessoires für Kinder. Das Unternehmen, das den Kölner Brüdern Ulrich und Frank Beckmann gehört, will künftig den Concessions-Bereich deutlich ausbauen und dort sowie im E-Commerce seine Investitionen konzentrieren. Die wichtigsten Märkte sind für Beeline Deutschland und die USA, wo es jeweils 6000 Verkaufsstellen hat.